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Technikdenkmäler

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Denkmäler der Technik: unterschätzte Schätze

In Polen haben sich technische Monumente erhalten, die es nirgendwo anders in der Welt zu sehen gibt! Ihre Besichtigung ist eine Begegnung mit der Welt des alten Ingenieurwissens, dass durch mutige Lösungen noch heute für Erstaunen sorgt.

Das weltweite Unikat ist der Oberländische Kanal/ Kanał Elbląsko-Ostródzki. Der Laune des preußischen Herrschers Friedrich Wilhelms des IV ist zu verdanken (als ihm der Hydrologe das Projekt zur Annahme präsentierte, fragte er nur, ob es irgendwo in der Welt ein ähnliches Wunder gibt), dass wir heute eine Schiffstour übers Land machen können. Ebenfalls von den Touristen belagert ist der im XIX Jahrhundert erbaute Augustowski Kanal. Mit seinen 14 Schleusen wird er zu den größten Kapitalinvestitionen des Kongress Polen gezählt.

Eine gewöhnliche Auto- oder Bahnreise bietet die Gelegenheit die Denkmäler des Straßenbauwesens kennenzulernen. In Maurzyc befindet sich die erste geschweißte Brücke der Welt, der Großvater der zeitgenössischen Konstruktionen. Die Bahnbrücke in Bolesławiec/Bunzlau, die einem römischen Aquädukt ähnelt, gilt wiederum als schönste in Polen. Zu den strengsten Konkurrenten zählen die Brücken in Tczew/Dirschau und die grazilen wohlproportionierten Zwillingsviadukte in Stańczyki (übrigens ist es nicht wahr, dass nie ein Zug dadurch gefahren ist!).

Die Eisenbahnliebhaber sollten unbedingt Wolsztyn besuchen, wo aus dem letzten Dampfbahnbetriebswerk in Europa, täglich jahrhundertealte Dampfloks auf die Strecke gehen. Einer der größten Ausstellungen mit Schienenfahrzeugen in Europa findet man in dem Museum der Schmalspurbahn in Sochaczew, wo es sogar ein Auto für Schienenfahrten gibt. Eine Schmalspurbahnreise kann man in Bieszczady/Waldkarpaten oder im Białowieski Nationalpark erleben.

Die Denkmale der Technik findet man sowohl in den Städten (Krantor in Danzig oder die längste Straßenbahnlinie in Polen Łódź/Lodsch-Lutomiersk), wie auch weit von der Zivilisation (Wasserkreuz in Fojutów oder die gigantische Wasserschleuse auf Nogat in Biała Góra) entfernt.

Natürlich gibt es Orte mit einer besonders großen Konzentration technischer Wunder, ein solcher Ort ist das „Altpolnische Industrierevier“. Unter seinen zahlreichen Attraktionen befindet sich ein gigantisches Wasserrad in Sielpia und ein mit Holzkohle geheizter Hochofen in Chlewiska. Noch im Jahre 1967 wurden in Maleniec Schaufeln und Spaten hergestellt, heute wurde hier das Museum für Technik geschaffen.

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