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Opole (dt. auch Oppeln) ist eine Mittelstadt (128000 Einwohner) im Süden Polens, in der Nähe der Grenze zur Tschechischen Republik und Deutschland. Sie ist die Hauptstadt der Woiwodschaft Opole, welche dank der Bemühungen der Bewohner der Region entgegen der ursprünglichen Planung zur Gliederung der Woiwodschaften entstand. Daran erinnert ein eigenes Denkmal. Die Stadt ist bequem und schnell über Eisenbahn- oder Straßenverbindungen zu erreichen. Besonders gut ist diese Region, die als Śląsk Opolski bezeichnet wird, an Niederschlesien (im Westen) und Oberschlesien (im Osten) angebunden.

Die Stadt kann sich einer großen Anzahl alter Gebäude und wertvoller Kunstschätze als Zeugen ihrer tausendjährigen Geschichte rühmen. Opole war eine der Gründerstädte des Polen der schlesischen Piasten-Dynastie und auch lange Zeit deren Hauptstadt, weshalb eine große Zahl schmucker Sarkophage der Oppelner Fürsten erhalten ist. Sie befinden sich in der Kathedrale sowie in der Klosterkirche der Franziskaner. Die Piasten regierten in der Stadt bis 1532. Danach ging die Region um Oppeln in die Herrschaft der Habsburger über; nach dem Breslauer Frieden 1742, der den 1.Schlesischen Krieg beendete, wurde die Stadt Teil Preußens. Opole blieb bis 1945 in der deutschen Einflusssphäre.

Das wertvollste historische Objekt von Opole ist das Schloss, von dem jedoch nur Teile die Jahrhunderte überdauerten. Bis heute hat sich der Piastenturm, der untere Teil des Schlosses und das Hohenzollernportal erhalten. „Na górce“ (auf dem Hügel) im ältesten Teil und gleichzeitig an dem Ort, wo der Heilige Vojtěch (Adalbert) gelehrt haben soll, erhebt sich die Kirche zum Patron Polens. Sehr interessant ist auch die Architektur der gotischen Bauwerke der Stadt.

Der Besuch der Museen Oppelns ist lohnenswert: darunter gibt es das Diözesan-Museum, das Dorfmuseum, das Zentrale Kriegsgefangenen-Museum und das klassische Regionalmuseum, also das Schlesien-Museum Oppelns.

Eine besondere Attraktion des Diözesan-Museums ist das Silberkleid der Oppelner Muttergottes, das König Jan III. Sobieski 1687 als Dank für die siegreiche Schlacht bei Wien stiftete.

Das Zentrale Kriegsgefangenen-Museum beschreibt vor allem das Gelände des von Deutschen eingerichteten Gefangenenlagers in Łambinowice. Eine Ausstellung verdeutlicht das Martyrium der Polen in der ehemaligen Sowjetunion.

Interessant ist auch das Museum des Oppelner Dorfes: man kann hier nicht nur das Leben unserer Vorfahren studieren, sondern auch zahlreiche Produkte erwerben, die nach alten Methoden hergestellt werden. Am Museum beginnt die Fahrradstrecke „Pfad des sakralen Holzbaus des Oppelner Landes“, eine der zahlreichen thematischen Routen der Region.

Nur wenige andere Orte und Gelegenheiten bieten so gute Unterhaltung gleichermaßen für Polen wie für Gäste wie die in ganz Polen bekannten Kulturveranstaltungen, die in Opole stattfinden.An erster Stelle wäre hier das alljährliche Landesfestival des Polnischen Liedes zu nennen – 2008 wird der Wettbewerb bereits zum 48. Mal stattfinden. Eine lange Tradition haben aber auch die Oppelner Theaterkonfrontationen „Polnische Klassik“. Höhepunkt des Festivals sind originaltreue Darbietungen klassischer polnischer Werke, die mit experimentellen Inszenierungen konfrontiert werden. Parallel wird auch die europäische Klassik präsentiert. Eine Gelegenheit zum Treff der Jazzmusiker mit ihren Fans sind die Jazz-Allerseelen (November).

Im April werden die Oppelner Tage organisiert. Die Attraktion der Veranstaltung ist der Jahrmarkt des heiligen Vojtěch von Prag. Auf den Straßen treten die Oppelner Ritterschaft, die Oppelner Schützenvereine, das Theater Eko Studio und andere Gruppen von Enthusiasten auf. Im April findet auch das Filmfestival „Opolskie Lamy“ statt. Präsentiert werden dabei interessante Amateurfilme.

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