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Lodz - unentdeckt. Sehr zu unrecht. Mitte des 19. Jahrhunderts begann der rasante Aufstieg zu einem der bedeutendsten Textilzentren der Welt. Lodz entwickelte sich zum „Manchester des Ostens". In kaum einer anderen europäischen Stadt lässt sich die Geschichte der industriellen Revolution besser ablesen wie in Lodz. Die Stadt entwickelt sich zunehmend zum Dienstleistungszentrum mit einer sehr aktiven Kulturszene. Lodz ist Verwaltungssitz der gleichnamigen Woiwodschaft im Zentrum Polens. 

Sehenswürdigkeiten
Die ehemaligen Textilfabriken und prunkvollen Fabrikantenpaläste prägen bis heute das Bild der Stadt. Zu ihnen gehören die ehemaligen Wohnhäuser des Bankiers Maksymilian Goldfeder, des Verlegers Jan Petersilge und des Fabrikanten Julisz Heinzel in der Piotrkowska-Straße. In der gleichen Straße findet sich das Grand Hotel, das Anfang des 20. Jahrhunderts zu den größten und modernsten in Europa zählte. Am Ende der Piotrkowska-Straße, am Plac Niepodleglosci steht die „Weiße Fabrik", heute zentrales Museum für die Geschichte der Textilindustrie.
Die Villa von Leopold Rudolf Kindermann in der ul. Wolczanska 31 gilt als eines der schönsten Werke der Jugendstilarchitektur in Polen.
Die Piotrkowska-Straße ist das Herzstück von Lodz, hier finden sich die meisten Geschäfte und Restaurants, hier spielt sich das gesellschaftliche Leben ab. Jedes Jahr im Mai findet dort das große Stadtfest statt.
Im ehemaligen Palast der Familie Poznanski in der ul. Wieckowskiego 36 findet sich das berühmte Muzeum Sztuki mit einer der besten Sammlungen moderner Kunst in Polen. Arbeiten von Chagall, Ernst, Klee und Picasso sind dort ebenso zu finden wie Werke von Vertretern der polnischen Moderne. Der zweite Palast des Fabrikanten Izrael Poznanski in der ul. Ogrodowa 15 beherbergt das Museum für Stadtgeschichte. Im Seitenflügel gibt es ein Museum für den in Lodz geborenen Komponisten Arthur Rubinstein.

Die Residenz Ksiezyn Mlyn ist ein eindrucksvolles Beispiel für die rasante Entwicklung von Lodz im 19. Jahrhundert. Der Fabrikant Herbst ließ dort einen großen Komplex mit Fabriken, Wohnhäusern und seinem Palast errichten. Der aufwändig sanierte Herbst-Palast in der ul. Przedzalniana 72 wird heute als Museum genutzt und gibt einen guten Einblick in das Leben der Fabrikanten im Lodz des 19. Jahrhunderts.
In der ul. Bracka 40 findet sich einer der größten Jüdischen Friedhöfe Europas mit mehr als 180.000 Grabstätten. Zu ihnen gehören die prunkvollen Gräber der Industriellenfamilien Poznanski und Silberstein. Der Friedehof liegt etwa drei Kilometer außerhalb des Zentrums.
Lodz ist das Zentrum der Filmindustrie in Polen. An der dortigen Filmhochschule studierten bekannte Regisseure wie Roman Polanski und Andrzej Wajda. Im ehemaligen Palast von Karl Scheibler am pl. Zwyciestwa befindet sich das kinematografische Museum der Stadt. Das Museum verfügt über eine Sammlung von rund 50.000 filmgeschichtlichen Exponaten , darunter alte Fotoapparate, Filmkameras und Projektoren.
Tipps und Adressen
Lodz gilt als Techno-Hochburg in Polen. Jahre lang fand im September ein großer Umzug im Stil der Love-Parade durch die Piotrkowskastraße statt. Im vergangenen Jahr mussten die Raver pausieren, doch in den zahlreichen Klubs rund um die Piotrkowskastraße geht die Party weiter. Das Viertel rund um den Kudamm von Lodz hat wohl eine der höchsten Kneipendichten in ganz Polen. Zu den originellen Lokalen gehört z.B. das von Künstlern gestaltetet Lodz Kaliska in der Piotrkowskastraße 102.
Klassik
Teatr Wielki (Opernhaus), pl. Dabrowskiego, Tel. 042-633 31 86,
www.teatr-wielki.lodz.pl
Teatr Muzyczny (Operetten, Musicals), ul. Polnocna 47/51, Tel. 0 42-6 78 19 68, www.teatr-muzyczny.lodz.pl
Panstwo Filharmonia im. A. Rubinsteina, ul. Piotrkowska 243, Tel. 0 42-6 37 26 52, www.filharmonia.lodz.pl


Restaurants
Schönstes Restaurant der Stadt ist das ganz im Jugendstil gehaltene 100 Jahre alte Esplanade ein der Piotrkowskastraße 100. Mit seiner repräsentativen Freitreppe im Inneren sieht es nicht nur schön aus, auch die Qualität der Speisen ist sehr gut. In der Piotrkowskastraße finden sich auch die meisten weiteren Cafés und Restaurants. Das Angebot reicht von Fast-food bis zur haute cuisine.

Klubs und Diskotheken
Auch die meisten Klubs befinden sich in der Piotrkowskastraße und Umgebung. Einen guten Überblick über das Veranstaltungsprogramm gibt die regionale Ausgabe des kostenlosen Stadtmagazins City, das in vielen Kneipen und Restaurants ausliegt.

Ausstellungen
Textilmuseum, ul. Piotrkowska 282, Tel. 042-683 26 84, www.muzeumwlokiennictwa.muz.pl
Muzeum Sztuki/Kunstmuseum, ul. Wieckowskiego 36, Tel. 042-633 97 90, www.muzeumsztuki.lodz.pl
Museum für Stadtgeschichte, ul. Ogrodowa 15, Tel. 042-654 03 23, www.poznanskipalace-muzeum-lodz.pl
Museum für Kinematografie, pl. Zwyciestwa 1, Tel. 042-674 09 57, www.kinomuzeumlodz.art.pl
Museum Herbst-Palast, ul. Przedzalniana 70, Tel. 042-676 17 73

Touristeninformation
Al. Kosciuski 88, Tel. 042-638 59 56, www.uml.lodz.pl

 

 

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