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DER OBERLANDKANAL

Der Kanal verbindet Ostróda (Osterode) mit Elbląg (Elbing), d.h., Westmasuren mit der Ostsee. Der Kanal soll den Handel positiv beeinflussen, indem er den Transportweg verkürzte. Die Aufgabe, ihn zu bauen, war aber nicht leicht, denn auf einer Strecke von 10 Kilometern muss ein Schiff einen Höhenunterschied von knapp 100 Metern überwinden. Lange Jahre hindurch wurde für dieses Problem keine Lösung gefunden. Endlich, im Jahre 1825 hatte der Ingenieur Georg Jacob Steenke eine Idee, wie dieses Problem zu lösen sei. Am Anfang wollte er Schleusen bauen, aber das erwies sich wegen des zu hohen Höhenunterschieds als unmöglich. Deshalb entschied er sich für die schiefen Ebenen. Seine Idee war einzigartig in der Welt, sein Vorbild was der Morris-Kanal in New Jersey. Jedoch hatten Kaufleute viele Einwände und befürworteten sein Projekt nicht. Auch die preußische Regierung war dagegen. Trotzdem wollte er sein Projekt durchsetzen. Nach langen Bemühungen konnte er beim preußischen König vorsprechen und er erhielt die Genehmigung für den Bau. Es wurde behauptet, dass den König nicht die ökonomische Argumentation überzeugte, sondern die Tatsache, dass niemand auf der Welt so ein Bauwerk besitze. Die Anlage konnte 1860 fertiggestellt werden. Fast gleichzeitig wurde eine konkurrenzfähige Eisenbahnlinie eröffnet, was die wirtschaftliche Bedeutung des Kanals minderte. Der Kanal war nicht mehr so sehr unentbehrlich. Am Anfang diente er hauptsächlich der Beförderung von Feldfrüchten, Holz und Industriewaren. 1912 fing man an, den Kanal als touristische Attraktion für Passagier-Schifffahrten zu nutzen. 15 Jahre später begann das in der Elbinger Werft gebaute Schiff „Konrad" regelmäßige Schifffahrten auf der Wasserstrecke Ostróda-Elbląg. Die Kriegshandlungen 1945 verursachten große Schäden an den technischen Anlagen des Kanals. 1947 wurde der Kanal wiedereröffnet und ein Jahr später wurden regelmäßige Passagierschifffahrten wiederaufgenommen. Jetzt wird der Kanal nur noch touristisch genutzt.

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Fünf schiefe Ebenen wurden gebaut, um den Höhenunterschied von ca. 100 m auf einer Strecke von 10 km zu überwinden. Schiffe oder Boote werden auf speziellen Wagen-Plattformen transportiert. Diese Wagen-Plattformen mit den Wasserfahrzeugen rollen auf einer mit Gras bewachsenen Böschung auf Gleisen. Sie bewegen sich durch Gegengewicht in zwei Richtungen: bergab und bergauf, sodass die Passagiere in der Mitte des Weges aneinander vorbeifahren. Dieser interessante Abschnitt des Kanals befindet sich zwischen Buczyniec (Buchwalde) und Elbląg (Elbing). Die anderen Abschnitte des Kanals sind ohne schiefe Ebenen erbaut; es wurden Schleusen eingesetzt.
Wir empfehlen deshalb den Abschnitt Buczyniec (Buchwalde) – Elbląg (Elbing) oder Elbląg (Elbing) – Buczyniec (Buchwalde), weil es an dieser Strecke diese schiefen Ebenen gibt und die Fahrt 5 Stunden dauert. Für die individuellen Touristen stellt die Rederei einen Bus zur Verfügung, der sie zurückbringt. Auf dieser Strecke liegt auch der mit Schilf bewachsene Drausensee. Auf dem ganzen Kanal fährt man ca. 11 Stunden und das ist ziemlich lang.
Die Länge des Kanals beträgt 84,2 km, mit Abzweigungen dagegen 151,7 km.
www.zegluga.com.pl/de/
Fotos und Informationen über Region Ermländisch-Masurische Tourismusorganisation www.mazury.travel

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