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Sanktuarien und Kultplätze

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Wallfahrtsorte und sakrale Zentren: Wunder der Mutter Gottes und der Zaddikim

Die Katholiken pilgern zu Wallfahrtsorten, Kalvarien und Wunderquellen. Die Orthodoxen tragen Kreuze auf den Grabarka-Berg, die Juden ziehen zu den Gräbern der Zaddikim in Leżajsk und Lelów. Zusammen mit den Wegkreuzen und – kapellen gibt uns das religiöse Landschaftsbild Polens

Das geistige Zentrum Polens ist Jasna Góra/Der Klare Berg in Częstochowa/Tschenstochau.Das dort stehende Paulinerkloster mit dem wunderbaren Marienbild (die sog.„Schwarze Madonna“) zieht jedes Jahr Milionen von Pilgern an. Sie gehen zu Fuß oft über als eine Woche lang, etliche hundert Kilometer. Auf der Wiese von dem Klaren Berg kommen sie am Mariä-Himmelfahrtstage, dem 15. August, an.

In Polen gibt es über 200 Wallfahrtsorte. Angebetet wird zumeist Maria, seltener Christus oder Heilige. In jedem Wallfahrtsort ist ein Wunderbild (Kodeń, Święta Lipka/ Heiligelinde, Gietrzwałd/Dietrichswalde, Leżajsk) oder eine Figur (Skępe/Skempe, Bardo/Wartha, Wąwolnica). Manchmal befindet sich dort auch eine Heilquelle (Studzieniczna, Krasnobród, Leśniów).

Der älteste Wallfahrtsort Polens befindet sich in Górka Klasztorna, wo 1079 die Mutter Gottes einem Hirten erschien. In Licheń steht die grösste Basilika in Polen; sie fasst 30 000 Menschen. In Sośnica/Schosnitz befindet sich die Heilige Stiege (die einzige in Polen), und in Gidle die kleinste gekrönte Marienfigur. Nur 9 cm groß, doch von welcher Kraft!

Die Polen pilgern gern zu den Kalvarien, d.h. zu Kirchen- und Kapellenanlagen, die den Kreuzweg Christi in Jerusalem nachbilden. In der Karwoche werden dort Passionsspiele aufgeführt. Die berühmteste, in die UNESCO-liste eingetragene Kalvarienanlage ist die Kalwaria Zebrzydowska in der gleichnamigen Stadt. Andere befinden sich in der Kalwaria Pacławska, auf dem oberschlesischen Góra Św. Anny/St. Annaberg und in Wambierzyce/Albendorf.

Die wichtigste Stätte religiöser Anbetung der Orthodoxen ist der Grabarka-Berg, wo sie am 19. Juli neben der Kirche Kreuze aufstellen.
Für die polnischen Tataren, als Muslime, ist Kurban Bajram ein wichtiges Fest, bei dem sie vor der Moschee in Bohoniki Vieh opfern. Viele Juden aus der ganzen Welt ziehen nach Leżajsk und Lelów, um an den Grabstätten der der chassidischen Zaddikim Elimelech bzw. Dawid Biderman zu beten.

Gietrzwałd ist eines der meistbesuchten Zentren des Marienkultes in Polen, das auch gern als „Polnisches Lourdes" bezeichnet wird
Wenn sich auch der Ruhm des Krakauer Sanktuariums der Barmherzigkeit Gottes bis an die weitesten Weltecken erstreckt und treue Pilger von allen Kontinenten anzieht, ist seine Geschichte kurz
Das Sanktuarium von Lichen  ist kein alltäglicher Ort. Zwischen Feldern, Wäldern und Seen gelegen, bietet es den Wallfahrern eine außergewöhnliche Atmosphäre
 Die Waltfahrtskirche Heiligelinde ist ein wunderschöner Barockbau aus dem 17. Jh., harmonisch in die grüne Landschaft eingepasst
Wambierzyce (deutsch Albendorf) ist ein bekannter Marienwallfahrtsort in Polen. Er gehört zum Powiat Kłodzki der Woiwodschaft Niederschlesien und liegt am nordöstlichen Fuß des Heuscheuergebirges
Diese 33 km von Krakau entfernte Kleinstadt bettet sich malerisch in die Makowski-Beskiden und ist berühmt durch ihr ausgedehntes Wallfahrtsensemble, das unter der Bezeichnung Religiöser Naturpark von Kalwaria auf der UNESCO-Liste steht
Die Pilgerstadt Tschenstochau (Czestochowa) hat 250 Tausend Einwohner und liegt im Norden der Woiwodschaft (Ober)schlesien. Jährlich pilgern bis zu vier Millionen Pilger zu diesem Heiligtum

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