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Zwar ist die Hauptstadt Wroclaw/Breslau unbestritten das Zentrum Niederschlesiens, doch auch in den anderen Orten gibt es viele kulturelle Schätze zu entdecken. Das gilt besonders für die größeren Städte Legnica/Liegnitz und Swidnica/Schweidnitz.

Swidnica

Boleslawice/Bunzlau (40.000 Einwohner) ist vor allem durch seine Keramik bekannt. Viele Geschäfte und Märkte in der Stadt haben sich auf diese Waren spezialisiert, das Keramikmuseum zeigt wertvolle Kollektionen. Der alte Stadtkern rund um das Rathaus aus dem 16. Jahrhundert wurde in den vergangenen Jahren wieder hergerichtet. In der Nähe gibt es bei Tomaszow Boleslawiecki eine originelle Glasbläserei, die sich auf künstlerisch anspruchsvolle Produkte spezialisiert hat.

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Das Zentrum der ehemaligen Festungsstadt Glogow/Glogau wurde im Krieg fast vollständig zerstört. Erst seit wenigen Jahren wird es wieder aufgebaut. Dabei hielt man sich an die Straßenfluchten und alten Höhen, baute die neuen Häuser aber im zeitgemäßen Stil. Das Rathaus am Rynek wurde in seiner klassizistischen Form wieder aufgebaut, auch einige andere wichtige Gebäude wie der gotische Dom oder die spätbarocke Jesuitenkirche wurden wieder originalgetreu restauriert. Im Schloss der Glogauer Herzöge findet sich das archäologisch-historische Museum, unter anderem mit einer der größten europäischen Münzsammlungen aus dem 12. und 13. Jahrhundert.

In Henrykow/Heinrichau im Süden von Wroclaw gibt es ein sehenswertes Zisterzienserkloster. Es wurde 1227 gegründet. Die barocke Klosteranlage erhielt ihre heutige Form im 17. Jahrhundert. Für Besucher zugänglich ist die barocke Sitftskirche. Im Inneren findet sich ein hölzernes Chorgestühl, das zu den Meisterwerken der schlesischen Schnitzkunst zählt.

In Jawor/Jauer befindet sich eine der beiden niederschlesischen Friedenskirchen (Foto), die seit einigen Jahren als Weltkulturerbe unter dem Schutz der UNESCO stehen. Wie die Kirche im nahen Swidnica/Schweidnitz entstand sie in Folge des Westfälischen Friedens. Damals gestattete der Habsburger Kaiser der protestantischen Minderheit den Bau von Kirchen, allerdings unter strengen Auflagen. So durften sie nur mit Stroh, Lehm und Holz gebaut werden. Wirkt der Bau von außen eher schlicht, so wird es im Inneren umso üppiger. 6000 Menschen finden auf vier Emporen Platz. 200 Gemälde an den Emporen zeigen Szenen aus dem Alten und Neuen Testament. Im Zentrum von Jawor gibt es noch einige historische Gebäude zu besichtigen, darunter das Rathaus im Stil der Neorenaissance.



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