5 (7) romantische Reiseziele für ein Wochenende zu zweit in Polen
5 romantische Reiseziele für ein Wochenende zu zweit in Polen
Polen ist ein überraschend vielseitiges Ziel für eine romantische Auszeit. Historische Altstädte, Flussufer, Ostseestrände und kleine Städte mit viel Atmosphäre liegen oft näher beieinander, als man denkt. Ob Valentinstag, Jahrestag oder einfach ein Wochenende zu zweit: Diese fünf Reiseziele zeigen Polen von seiner besonders stimmungsvollen Seite
Wrocław – Brücken, Inseln und Abende an der Oder
Wrocław, auf Deutsch Breslau, ist eine Stadt, die man am besten zu Fuß entdeckt. Die Oder teilt die Stadt in mehrere Inseln, mehr als 100 Brücken und Fußgängerbrücken verbinden ihre Ufer. Dazu kommen historische Plätze, Cafés und eine lebendige Restaurantszene.
Besonders schön ist ein Spaziergang über Ostrów Tumski, die Dominsel und den ältesten historischen Teil der Stadt. Zwischen gotischen Kirchen, Kopfsteinpflaster und alten Laternen wirkt Wrocław am Abend besonders ruhig. Über die Tumski-Brücke, die auch als „Liebesbrücke“ bekannt ist, geht es weiter am Oderufer entlang.
Später lohnt sich der Weg zum Rynek, dem historischen Marktplatz. Prächtige Bürgerhäuser, kleine Gassen und zahlreiche Cafés machen ihn zu einem guten Ausgangspunkt für einen langen Abend. Und wer aufmerksam durch die Stadt geht, entdeckt unterwegs vielleicht einen der berühmten Wrocławer Zwerge.
Ideal für: Paare, die historische Architektur, gutes Essen und Spaziergänge am Wasser verbinden möchten.
Kraków – große Geschichte, kleine Gassen
Kraków ist ein Klassiker für ein Wochenende in Polen – und das nicht ohne Grund. Die ehemalige Königsstadt verbindet große Sehenswürdigkeiten mit Vierteln, in denen man sich wunderbar treiben lassen kann. Planty, Wawel, die Weichsel und Kazimierz lassen sich bequem zu Fuß erkunden.
Ein guter Ausgangspunkt ist der Rynek Główny, der Hauptmarkt. Von hier führen kleine Straßen in alle Richtungen. Nur wenige Schritte entfernt liegt der Zaułek Niewiernego Tomasza, ein kleiner, eher versteckter Winkel an der Ecke der Straßen św. Tomasza und św. Jana. Ein schöner Ort für eine Kaffeepause abseits der großen Sehenswürdigkeiten.
Für eine ruhigere Runde geht es durch die Planty, den grünen Parkring rund um die Altstadt. Anschließend führt der Weg hinauf zum Wawel. Von der ehemaligen Königsresidenz eröffnet sich ein schöner Blick auf die Weichsel und die gegenüberliegenden Stadtviertel.
Am Abend ist Kazimierz die richtige Adresse. Das ehemalige jüdische Viertel verbindet Geschichte mit Cafés, Bars und Restaurants. Über die Bernatka-Brücke gelangt man zu Fuß weiter nach Podgórze – ein schöner Spaziergang, wenn der Trubel der Altstadt langsam nachlässt.
Ideal für: Paare, die Kultur, Geschichte, gutes Essen und lange Spaziergänge miteinander verbinden möchten.
Toruń – Gotik, Lebkuchen und ein Blick zu den Sternen
Toruń braucht nicht viel Inszenierung. Die gut erhaltene mittelalterliche Altstadt, rote Backsteingotik, die Weichsel und der Duft von Toruńer Lebkuchen sorgen ganz von selbst für Atmosphäre. Das historische Zentrum gehört seit 1997 zum UNESCO-Welterbe.
Durch die Altstadt lässt sich wunderbar ohne festes Programm schlendern. Der Rynek Staromiejski, die Szeroka-Straße und die Reste der mittelalterlichen Stadtbefestigung erzählen von Toruńs Vergangenheit als wohlhabende Handelsstadt. Gleichzeitig begegnet man hier überall dem berühmtesten Sohn der Stadt: Nikolaus Kopernikus. Das sogenannte Geburtshaus von Kopernikus beherbergt heute ein Museum.
Natürlich gehört auch der Lebkuchen dazu. Im Lebkuchenmuseum kann man mehr über die jahrhundertealte Tradition erfahren und selbst Lebkuchen backen – eine ungewöhnliche und persönliche Erinnerung an die Reise.
Und wenn es draußen kalt wird? Dann geht es ins Planetarium. Unter der Kuppel den Sternenhimmel zu betrachten, ist eine gute Alternative zum klassischen Abendprogramm.
Zum Schluss noch ein Spaziergang an der Weichsel: Wenn die Lichter der Altstadt im Wasser schimmern, zeigt Toruń seine ruhigste Seite.
Ideal für: Paare, die Geschichte, Kulinarik und ein Reiseziel mit etwas weniger Trubel suchen.
Gdańsk, Sopot und Gdynia – ein Wochenende an der Ostsee
Das Trójmiasto, die Dreistadt, verbindet drei sehr unterschiedliche Orte: das historische Gdańsk, das elegante Seebad Sopot und das maritime Gdynia. Gemeinsam ergeben sie eine abwechslungsreiche Städtereise an die polnische Ostsee.
In Gdańsk beginnt der Spaziergang am besten am Długi Targ, dem Langen Markt. Nur wenige Schritte entfernt liegt die Ulica Mariacka, die berühmte Mariengasse mit ihren schmalen, reich verzierten Häusern. An der Motława bietet sich ein Spaziergang mit Blick auf den historischen Żuraw, das Wahrzeichen der Stadt, an – besonders stimmungsvoll am Abend.
Dann geht es weiter nach Sopot. Die berühmte Seebrücke führt weit hinaus in die Ostsee und eröffnet einen weiten Blick auf das Wasser. In den ruhigeren Monaten lässt sich hier besonders entspannt spazieren. Zurück an Land geht es über die Bohaterów-Monte-Cassino-Straße, den berühmten „Monciak“, mit Cafés, Bars und Restaurants.
Gdynia setzt einen anderen Akzent. Im Stadtteil Orłowo treffen Strand, Klippen und die Mole aufeinander. Der Küstenweg eignet sich für einen ausgedehnten Spaziergang mit Meerblick. Wer lieber von oben schaut, geht oder fährt hinauf zur Kamienna Góra.
Ideal für: Paare, die Stadt und Meer kombinieren möchten – mit viel Auswahl zwischen Kultur, Restaurants, Strand und Spaziergängen.
Chełmno – Polens „Stadt der Verliebten“
Chełmno ist Polens „Stadt der Verliebten“ – und außerhalb des Landes noch immer ein echter Geheimtipp. Die mittelalterliche Stadt liegt über dem Weichseltal und gehört zur Europäischen Route der Backsteingotik. In der Pfarrkirche wird seit Jahrhunderten eine Reliquie des heiligen Valentin aufbewahrt. Sie ist eng mit Chełmnos Beinamen als „Stadt der Verliebten“ verbunden.
Rund um den 14. Februar wird die Stadt besonders lebendig. Dann finden die berühmten Chełmno-Valentinstage mit Konzerten, Veranstaltungen und einem besonderen Programm für Verliebte statt.
Doch auch außerhalb des Valentinstags lohnt sich ein Besuch. Chełmno ist klein genug, um es entspannt zu Fuß zu erkunden, und bietet genau das, was viele Reisende auf der Suche nach einem besonderen Wochenende in Polen schätzen: Geschichte, Atmosphäre und deutlich weniger Trubel als die großen Städte.
Ein Spaziergang durch die mittelalterlichen Straßen, ein Kaffee auf dem Marktplatz und der Blick über das Weichseltal – manchmal braucht ein romantisches Wochenende gar nicht mehr.
Ideal für: Paare, die einen weniger bekannten Ort entdecken und Polen abseits der klassischen Städtereise erleben möchten.
Welches Polen passt zu euch?
Eine romantische Reise durch Polen muss nicht immer Kraków oder Gdańsk heißen. Wrocław verbindet Wasser und Architektur, Kraków große Geschichte mit lebendigen Vierteln, Toruń mittelalterlichen Charme mit süßen Traditionen, die Dreistadt Stadtleben mit Ostseeluft – und Chełmno macht aus der Liebe gleich eine Stadtgeschichte.
Jetzt fehlt nur noch die wichtigste Entscheidung: Wohin geht euer nächstes Wochenende zu zweit?