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Toruń gehört zu den ältesten und schönsten Städten in Polen und wurde von Mitgliedern des Deutschen Ordens im 13. Jahrhundert an der Wisła (Weichsel) gegründet. Die gotische Altstadt ist seit 1997 UNESCO-Welterbe.

Toruń zählt rund 210.000 Einwohner und ist eines der beiden Verwaltungszentren der Woiwodschaft Kujawsko-Pomorskie (Kujawien-Pommern). Zentrales Gebäude der Altstadt ist das mächtige Rathaus auf dem Rynek Staromiejski (Altstadtmarkt) mit seinem markanten viereckigen Turm. Es zählt zu den interessantesten Beispielen für gotische Architektur in Mitteleuropa. Im repräsentativen Großen Bürgersaal im 1. Stock wurden Empfänge gegeben und die Sitzungen des Rates abgehalten. Heute sind dort die Sammlungen des Städtischen Museums untergebracht. (www.muzeum.torun.pl) Nahe dem Eingang zum Rathaus erinnert ein Denkmal an den berühmtesten Bürger Toruńs, den Astronomen Mikołai Kopernik (Nikolaus Kopernikus), der dort im Jahre 1473 geboren wurde.

Die Altstadt überragen die mächtigen Mauern der Katedra Św. Janów, der Domkirche. Sie wurde dem Evangelisten Johannes und Johannes dem Täufer gewidmet. Mit dem Bau wurde 1233, im Jahr der Verleihung der Stadtrechte, begonnen. In der Kopernikus-Kapelle befindet sich ein Taufbecken aus dem 13. Jahrhundert, in dem der spätere Astronom vermutlich getauft wurde. Am Kirchenturm wurde im 15. Jahrhundert die sieben Tonnen schwere Glocke Tuba Dei aufgehängt, die zweitgrößte in Polen. Ein herrliches Beispiel für sakrale Gotik ist die aus dem 14. Jahrhundert stammende Marienkirche. Die monumentale dreischiffige Hallenkirche besitzt ein beeindruckendes Sternengewölbe. Zu den wertvollsten Teilen der Ausstattung gehören das schön geschnitzte Mönchsgestühl, mittelalterliche Polychrome sowie Epitaphe von wohlhabenden Thorner Bürgern. Die an der östlichen Ecke des Rynek Nowomiejski (Neustädtischen Marktes) gelegene Jakobuskirche wurde ab 1309 erbaut. Sie verfügt ebenfalls über ein schönes Sternengewölbe sowie über wertvolle Wandgemälde.

Die Ruinen der ehemaligen Kreuzritterburg zeugen von der einstigen Herrschaft der Ordensritter über die Stadt und ihrem Niedergang. Mit dem Bau der Festung auf einer Anhöhe am Weichselufer war 1233 begonnen worden. Am 4. Februar 1454 belagerten Thorner Bürger die Burg. Sie wurde nach nur vier Tagen erobert und im Auftrag des Stadtrates zerstört. Bis heute blieben nur einige Teile vom Festungsgraben und Fragmente des Burggebäudes erhalten. Einzig der Dansker, der ehemalige Abortturm, befindet sich in einem guten Zustand.

In Toruń gibt es 200 gotische oder gotisch geprägte Bürgerhäuser. Ihre Geschichte reicht meist in das 14. und 15. Jahrhundert zurück. Zu den berühmtesten Gebäuden zählt das in der ul. Kopernika 15/17 gelegene Geburtshaus von Nikolaus Kopernikus. Der spätere Astronom wurde dort im Jahre 1473 geboren. Dort befindet sich heute das Kopernikus-Museum als Dependance des Städtischen Museums. Die Kamienica Pod Gwiazdą (Haus zum Stern) auf dem Altstädtischen Markt zählt zu den schönsten Thorner Bürgerhäusern. Es entstand im Mittelalter, wurde aber Ende des 17. Jahrhunderts im Barockstil umgebaut. Dort befindet sich heute das Museum für fernöstliche Kunst.

Der Dwór Artusa (Artushof) an der Südseite des Altstädtischen Marktes wurde 1891 an der Stelle des gotischen Vorgängerbaus im Neorenaissancestil erbaut. Im alten Artushof wurde 1466 der 13-jährige Krieg beendet, den König Kazimierz Jagiellończyk gegen den Deutschen Orden geführt hatte. Dort wurde der II. Thorner Friede geschlossen. Der heutige Bau dient als Sitz des Kulturzentrums Artushof und verfügt über einen großen Konzert- und Ballsaal.

Wie die Bürgerhäuser künden auch die zahlreichen Speicher im Stil der Gotik und Renaissance vom ehemaligen Reichtum der Handelsstadt. Einige dieser Bauwerke werden heute als Museum genutzt, andere wurden zu Hotels umgebaut. Zu den originellsten Gebäuden der Stadt zählt der Schiefe Turm, ein Teil der mittelalterlichen Befestigungsanlage der Stadt. Er neigte sich auf dem lehmigen Untergrund schon im Mittelalter. Die Abweichung von der Senkrechten beträgt etwa 1,40 Meter. Von der Stadtbefestigung blieben auch Teile der Stadtmauer an der Weichsel sowie drei der ehemals acht Stadttore erhalten.

Trotz der Vielzahl der gotischen Gebäude ist Toruń heute eine junge Stadt. Dazu tragen die mehr als 40.000 Studenten der Nikolaus-Kopernikus-Universität, der größten Hochschule im Norden Polens, bei. Sie prägen das Stadtbild mit. Zu den wichtigen kulturellen Einrichtungen gehört das 2008 eröffnete Centrum Sztuki Współczesnej (Zentrum für zeitgenössische Kunst), das in einem Neubau am Rande der Altstadt entstand. (www.csw.torun.pl)

Thorner Lebkuchen sind die besondere Spezialität der Stadt und beinahe so alt wie diese selbst. Für die Produktion wird neben feinstem Mehl und fernöstlichen Gewürzen Honig aus der Umgebung der Stadt verwendet. Das Żywe Muzeum Piernika, das einzige Lebkuchenmuseum Polens befindet sich in einem gotischen Giebelhaus in der ul. Rabiańska. (www.muzeumpiernika.pl)

www.torun.plwww.it.torun.pl

 

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