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Das 750-jährige Gorzów Wielkopolski (Landsberg an der Warthe) ist mit rund 130.000 Einwohnern die größte Stadt der Woiwodschaft Lubuskie (Lebuser Land). In der auf sieben Hügeln errichteten Stadt an der Warta (Warthe) hat der Woiwode von Lubuskie seinen Sitz.

Wahrzeichen der 1257 gegründeten Stadt ist die Ende des 13. Jahrhunderts im gotischen Stil errichtete Katedra Wniebowzięcia Najświętszej Maryi Panny (Marienkathedrale) am Alten Markt, dem heutigen Plac Katedralny. Der 52 Meter hohe mächtige Wehrturm wurde im 15. Jahrhundert hinzugefügt und überragt die übrigen Gebäude der Altstadt. Wer sich einen guten Überblick über die Stadt und ihre Umgebung verschaffen möchte, klettert die 186 Stufen bis zur Aussichtsplattform hoch. Im Inneren des dreischiffigen Gotteshauses gibt es einen reich verzierten dreiteiligen Renaissancealtar aus dem 16. Jahrhundert.

Die Biały Kościółek (Weiße Kirche) entstand Ende des 17. Jahrhunderts auf Initiative des Stadtrats und des späteren preußischen Königs Friedrich I. Sie wurde 1776 im neoromanischen Stil umgebaut und um einen Turm ergänzt.

Der Springbrunnen auf dem Marktplatz ist eine getreue Nachbildung eines Brunnens, der im 19. Jahrhundert vom Industriellen Hermann Paucksch gestiftet worden war. Die Kinderfiguren verdeutlichen die Quellen des ehemaligen Reichtums der Stadt: Ein Junge mit Hammer steht für die Maschinenindustrie, das Mädchen mit dem Boot für die Handelsschifffahrt, ein weiteres Mädchen mit der Angel für den Fischfang. Hauptfigur ist eine Frau mit Eimern, die die Arbeitsamkeit der Stadtbewohner symbolisieren soll. Nicht weit entfernt vom Marktplatz findet man Reste der alten Stadtmauer.

Zum Bummeln trifft man sich gerne am Bulwar Nadwarciański, der neu gestalteten Promenade an der Warthe. Das gesamte Gelände am Flussufer wurde in den vergangenen Jahren mit Mitteln der EU revitalisiert und ist jetzt ein Aushängeschild der Stadt. In den Bögen der Bahn haben sich Restaurants und Cafés angesiedelt, in den Sommermonaten kann man auch auf der Barke ANA sein Bier trinken.

In einer neobarocken Villa an der ul. Warszawska befindet sich das Muzeum Lubuskie. (Lebuser Museum). Sie gehörte einst dem Industriellen Gustav Schröder und wurde 1903 erbaut. Heute befinden sich dort die Abteilungen für Geschichte und Kunst des Museums. Ausgestellt wird dort unter anderem eine wertvolle Zinnsammlung. Umgeben ist das Museum von einem Arboretum, in dem etwa 150 Arten und Gattungen von Bäumen und Sträuchern wachsen, darunter Magnolien, Platanen, Eiben und Ahorne. (www.muzeumlubuskie.pl)

Eine Außenstelle des Museums wurde in einem alten fünfgeschossigen Fachwerk-Getreidespeicher aus dem 18. Jahrhundert am linken Wartheufer, an der Kreuzung ul. Fabryczyna und ul. Przemysłowa, eingerichtet. Das Gebäude war bis 2011 umfangreich saniert worden. Dort wird unter anderem historische und zeitgenössische Malerei ausgestellt. Aber auch die Abteilung für Archäologie des Museums nutzt das Bauwerk.

In der Nähe des Speichers erhebt sich an der ul. Grobla die sehenswerte Kościół Chrystusa Króla (Christ-Königs-Kirche). Der Rundbau wurde ganz im Stil der klassischen Moderne in den Jahren 1928-1930 erbaut und verfügt über eine sehr gute Akustik.

Zum modernen Gorzów gehört das neue Sport- und Erholungszentrum Słowianka in der ul. Słowiańska 14 mit großem Sport- und Spaßbad, Saunen, Bowling- und Eisbahn. Eines der bekanntesten kulturellen Zentren der Warthestadt ist der Jazzklub „Pod Filarami“ in der ul. Jagiełły 7, dessen Geschichte bis in die 1960er Jahr zurückreicht und in dem auch viele bekannte internationale Jazzmusiker auftraten. (www.jazzfilary.pl)

Bereits seit 1988 wird auf der Freilichtbühne von Gorzów jedes Jahr ein internationales Treffen von Roma-Musikensembles veranstaltet. Das in einem neoklassizistischen Gebäude aus dem 19. Jahrhundert untergebrachte Theater der Stadt veranstaltet jedes Jahr im Herbst die Theaterbegegnung von Gorzów. Bis ins Jahr 1986 reicht die Tradition des großen sommerlichen Festivals „Reggae an der Warthe“ zurück, das nach 15-jähriger Pause 2005 reaktiviert wurde.

Etwa 20 Kilometer westlich von Gorzów liegt das Dorf Świerkocin (Fichtwerder). Es besitzt den ersten polnischen Safaripark. Bei der Fahrt durch das 14 Hektar große Gelände kann man Tiere aus allen Teilen der Welt erleben. Schilder weisen zu den verschiedenen Regionen, etwa in die afrikanische Savanne oder die mongolische Steppe. Für die kleinen Besucher gibt es einen Streichelzoo sowie einen Vergnügungspark. (www.zoo-safari.com.pl) Gorzów bietet sich auch als Ausgangspunkt für Ausflüge per Rad in die wald- und wasserreiche Umgebung sowie für Bootstouren auf der Warta an.

(www.gorzow.pl)

 

 

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