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Elbląg ist die zweitgrößte Stadt in der Woiwodschaft; sie hat 127.000 Einwohner und erhielt ihre Stadtrechte im Jahre 1246.  Bis zur Fertigstellung der Burg in Malbork und zum Einzug des Hochmeisters in die Burg im Jahre 1309 (er zog aus Venedig um), befand sich in Elbląg der Sitz  des Landmeisters von Preußen. Auf der Burg in Elbląg versammelte sich jedes Jahr das Landkapitel  des Ordens. Seit 1309 hatte der Kreuzritterkomtur auf der Burg in Elbląg seinen Sitz, der gleichzeitig die Funktion des Oberspittlers bekleidete.  Schon im 13. Jh. war die Stadt Mitglied der Deutschen Hanse, in der es eine wichtige Rolle spielte.  Elbląg  blieb aber immer im Schatten von Danzig, obwohl es in  der damaligen  Zeit Zugang zur Danzinger Bucht hatte; es gab Meerengen in der Frischen Nehrung.  Die Stadt konkurrierte immer mit Danzig; sie verlor jedoch oft.  Sie wurde  trotzdem englische Hauptfaktorei in der Ostseeregion und dadurch geriet Danzig ins Hintertreffen. Der gesamte englische Handel mit Polen  hauptsächlich der Tuchhandel, wertete die Stadt Elblag auf, was zu einer bedeutenden  Entwicklung beigetragen hat. Die Altstadt wurde während des 2. Weltkrieges zu 95 % zerstört. Seit einigen Jahrzehnten wird sie aber stetig wieder aufgebaut. In der Altstadt entstehen Gebäude, die denen vor der Zerstörung nachempfunden werden, jedoch mit stilvollen Elementen der Architektur des 21. Jh. Das ist eine so genannte Retroversion. Sehenswert in der Altstadt sind die St. Nikolaus Kathedrale. Sie wurde während der Jahrhunderte mehrmals umgebaut, nach dem Vorbild einer Kirche in Lübeck. Ihr Turm ist der höchste in der Woiwodschaft, von ihm aus kann man das Panorama der Stadt bewundern. Ebenfalls sehenswert ist das Kulturzentrum „Galerie EL“ (untergebracht in der Kirche der Dominikaner aus dem 13. Jh.) und das Markttor ( ein Teil der alten Fortifikation). Beachtenswert ist auch ein Kirchenpfad. Es ist ein schmaler Übergang zwischen zwei Häusern, die die Straßen Wigilijna und Mostowa verbindet. In der Vergangenheit war diese Route länger. Sie führte aus der Altstadt bis zum Tor der früheren Dominikanerkirche. Im 13. Jh. wurde ein Gebäude erbaut, in dem sich ein Altersheim und Krankenhaus befand; danach war es nur noch Krankenhaus. Dieses Gebäude wurde im 2. Weltkrieg, Anfang 1945, von der Sowjetarmee niedergebrannt. Jetzt befindet sich hier die Elbinger Bibliothek. Sie besitzt eine wertvolle Sammlung von Wiegendrucken. Nach dem 2. Weltkrieg wurden sie nach Thorn gebracht, wo sie ein Teil der Thorner Bibliothek bildeten. In den letzten Jahren wurden die Sammlungen aus der früheren Elbinger Bibliothek wieder in die Stadt zurück gebracht.

In der Stadt werden weiterhin archäologische Untersuchungen durchgeführt, die systematisch neue Entdeckungen ans Licht bringen und neue Exponate liefern.  Die Sammlungen sind im Archäologisch-Historischen Museum zu bewundern.

In den Grenzen der Stadt befindet sich ein schöner Waldkomplex, der das Gebiet von fast 400 ha umfasst und wird von vielen „kleine Bieszczady“ genannt, das ist Bażantarnia (Vogelgesang). Das gesamte Gebiet hat  zahlreiche Erhebungen und Täler, in denen kleine Bäche fließen und somit eine geheimnisvolle und zugleich malerische Landschaft bilden.
Im Herzen der Altstadt  beginnt der Oberlandkanal,  ein technisches Denkmal mit Weltniveau. Fünf schiefe Ebenen wurden gebaut, um einen Höhenunterschied von 100 Metern auf einer Strecke von 10 Kilometern zu überwinden. Schiffe und Boote werden auf speziellen Wagen-Plattformen transportiert. Diese 2 Wagen-Plattformen mit den Wasserfahrzeugen  rollen auf einer mit Gras bewachsenen Böschung auf Gleisen. Sie  bewegen sich durch Gegengewicht in zwei Richtungen: bergab und bergauf, sodass die Passagiere in der Mitte des Weges aneinander vorbeifahren.  Dieser interessante Abschnitt des Kanals befindet sich zwischen Buczyniec  (Buchwalde) und Elbląg (Elbing). Die anderen Abschnitte des Kanals sind so gebaut wie es bei Kanälen üblich ist.
Die Stadt hat auch ein abwechslungsreiches kulturelles Angebot. Im Alten Rathaus, das sich in der Altstadt befindet, kann man zahlreiche Ausstellungen aufsuchen und Konzerten der Kammerorchester aus Elbląg zuhören. Man kann auch das Centrum Spotkań Europejskich "ŚWIATOWID" (das Europäische Treffzentrum ) besuchen. Regulär finden dort Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen statt. In der Altstadt befinden sich viele Pubs, Cafés und Restaurants, in welchen polnische und internationale Küche angeboten wird.  


Das gegenwärtige Elbląg ist eine multikulturelle Stadt, in welcher Menschen leben, die hier das Schicksal nach 1945 verschlagen hat. Diese  Bevölkerung hat mit der Zeit eine sehr kreative lokale Gesellschaft gebildet, die mit Schwung und Einfallsreichtum die Altstadt wieder aufbaut. Es werden dabei Hafen- und Wirtschaftsambitionen berücksichtigt. 

 

 

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