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Der Pieniński Park Narodowy (Nationalpark Pieninen) wurde am 1. Juni 1932 ausgewiesen und ist somit einer der beiden ältesten polnischen Nationalparks. Er ist eines von sechs Großschutzgebieten der Woiwodschaft Małopolskie (Kleinpolen).

Der mit einer Größe von 23 Quadratkilometern zweitkleinste Nationalpark des Landes schützt die wertvollsten Teile des Pieninen-Gebirges an der Grenze zur Slowakischen Republik und ist seit 2004 Natura 2000-Schutzgebiet. Die Pieninen sind ein rund 30 Kilometer langer Gebirgszug der Westkarpaten. Der Nationalpark umfasst ihren westlichen Teil. Wichtigste Touristenattraktion ist der weltberühmte Durchbruch des Dunajec. Der Weichselzufluss, der dort streckenweise die Grenze zur Slowakei markiert, bildet eines der schönsten Durchbruchtäler Europas. Ein atemberaubendes Erlebnis stellt die Fahrt über einen rund 12 Kilometer langen Flussabschnitt auf einem Floß dar. Besonders beeindruckend sind die senkrechten Felswände, die an einigen Stellen Hunderte von Metern in die Höhe reichen.

Die Pieninen sind ein zerklüftetes Kalksteingebirge, das sich durch ein ungewöhnlich mildes Klima auszeichnet. Besonders die südlichen Hänge sind größtenteils warm und trocken, was sich auch auf die örtliche Fauna und Flora auswirkt. Mit 982 Metern markieren die im Nationalpark gelegenen Trzy Korony (Drei Kronen) die höchste Erhebung im polnischen Teil des Gebirges. Auf der Okrąglica, dem höchsten Gipfel der fünf Felsspitzen dieses Bergmassivs, befindet sich eine Aussichtsplattform, von der aus sich ein wunderschönes Panorama eröffnet.

Große Teile des Gebirges sind mit Buchen- und Tannenwäldern bewachsen. In den höheren Lagen finden Besucher aber auch weite Bergwiesen, die einst als Weideflächen dienten, sowie Felswände, die mit ihrer zerklüfteten Oberfläche Lebensraum für seltene Pflanzenarten sind. Die reiche Bergflora des Nationalparks besteht aus rund 110 Arten von Gefäßpflanzen, 400 Algen-, 320 Moos-, 470 Flechten- sowie 1.200 Pilzarten. Unter den Pflanzen befinden sich mit dem Pieninen-Löwenzahn und dem Pieninen-Schöterich auch zwei Arten, die weltweit nur hier vorkommen. Die Nationalparksfauna wird vor allem von Insekten-, Spinnen- und Weichtierarten dominiert. Zu den 188 Vogelarten gehören so interessante und seltene wie der Mauerläufer oder der vom Aussterben bedrohte Steinrötel. Zu den 61 im Nationalpark gesichteten Säugetierarten zählen auch Großräuber wie Braunbär und Wolf.

Auf Touristen wartet im Nationalpark ein gut ausgebautes Netz an Fuß- und Radwanderwegen. Am Rande des Nationalparks befindet sich der Dunajec-Stausee Jezioro Czorsztynskie. Über seinem Ufer thront die Ruine von Schloss Czorsztyn, die besichtigt werden kann. Im erhaltenen Schlossteil befindet sich eine regionalgeschichtliche Ausstellung. Am anderen Seeufer steht das gut erhaltene Schloss Niedzica, das einst als ungarische Grenzfeste errichtet wurde. Es dient heute als Hotel und Museum. Der Sitz der Nationalparkverwaltung befindet sich im Erholungsort Krościenko nad Dunajcem.

www.pieninypn.pl

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