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Der 1995 gegründete Magurski Park Narodowy (Nationalpark Magura) liegt auf dem Gebiet der beiden südpolnischen Woiwodschaften Małopolska (Kleinpolen) und Podkarpackie (Karpatenvorland). Der Park schützt ein gut 195 Quadratkilometer großes Areal im Zentrum des Beskid Niski (Niedere Beskiden) an der Grenze zur Slowakischen Republik.

Im Jahr 2004 wurden Teile des Parks als Natura 2000-Schutzgebiete ausgewiesen. Der überwiegend auf dem Gebiet des Karpatenvorlands gelegene Nationalpark Magura umfasst einen der schönsten Abschnitte der Niederen Beskiden, eines Mittelgebirges der Ostkarpaten, das sich durch seine sanft hügelige Landschaft und dichte Waldgürtel auszeichnet. Wind und Wetter haben an einigen Stellen aber auch interessante Felsformationen geschaffen, die heute mit zu den beliebtesten Zielen im Park gehören. Besonders sehenswert sind dort die riesigen Felsquader des Reservats Kornuty sowie der Diabli Kamień, der Teufelsstein. Höchste Erhebung des Nationalparks ist die 846 Meter hohe Wątkowa, die zum Massiv der Magura Wątkowska gehört.

Die Flora des Parks zeichnet sich allgemein durch einen Übergangscharakter von den Ost- zu den Westkarpaten aus. Bisher wurden 763 Gefäßpflanzenarten gezählt, von denen insgesamt 64 unter strengem Naturschutz stehen. Mit dem Österreichischen Gämswurz und dem Alpen-Milchlattich wurden in dem relativ niedrig gelegenen Gebirgsnationalpark auch zwei subalpine Arten gesichtet. Über 90 Prozent der Nationalparkflächen sind von dichten Wäldern bedeckt.

Die Berglandschaft des Magurski Park Narodowy stellt den Lebensraum für insgesamt 160 Vogelarten dar. Zu den 117 Arten, die dort ihr Brutgebiet besitzen, zählt auch der in Polen sehr seltene Steinadler. Der Habichtskauz hat in den Bergen landesweit sein größtes Vorkommen. Zu den 57 Säugetierarten des Magura-Nationalparks gehören auch Braunbär, Wolf und Luchs, deren Spuren man mit etwas Glück finden kann.

Touristen stehen im Bereich des Nationalparks Fuß-, Fahrrad- und Pferdewanderwege mit einer Gesamtlänge von 85 Kilometern zur Verfügung. Eine Besonderheit ist die Route der Holzarchitektur, ein mehrere Hundert Kilometer langer Themenpfad, der auf der Spur der traditionellen südpolnischen Holzbauweise durch vier Woiwodschaften führt. Im Bereich des Magurski Park Narodowy und seiner gut 230 Quadratkilometer großen Pufferzone können Besucher mehr als ein Dutzend orthodoxe und griechisch-katholische Kirchen sowie alte Dorfanlagen der Lemken bewundern. Die ethnische Minderheit lebte einst zahlreich in den südöstlichen Gebirgen Polens.

Die Nationalparkverwaltung hat ihren Sitz im Dorf Krempna (Krummbach), wo sie auch ein Bildungszentrum mit naturkundlichem Museum betreibt. Dort werden in einer 30-minütigen Präsentation die Geschichte der Entstehung der Landschaft und ihre natürlichen Reichtümer vorgestellt. Die Nutzung der Wanderwege des Nationalparks Magura ist gebührenpflichtig.

www.magurskipn.pl

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