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Der 1981 gegründete Gorczański Park Narodowy (Nationalpark Gorce) ist einer von sechs Nationalparks der Woiwodschaft Małopolska (Kleinpolen). Das mit einer Größe von 70 Quadratkilometern eher kleine Schutzgebiet befindet sich im Süden der Woiwodschaft. Es umfasst den höchsten Gipfelkamm des gleichnamigen Gebirgszuges nahe der Grenze zur Slowakischen Republik.

Die Gorce sind ein Teil der Westbeskiden und erheben sich sanft über die umliegenden Ebenen. Die mit 1.288 Metern höchste Erhebung auf dem Gebiet des Nationalparks ist die Jaworzyna Kamieniecka. Charakteristisches Element des Nationalparks sind die ausgedehnten Karpatenbuchenwälder und die Hochweiden, die Polany Gorczańskie. Sie entstanden, als der Mensch hier einst vor Jahrhunderten Waldflächen für seine Schafe rodete. Ein Großteil davon fiel gegen Ende des 20. Jahrhunderts brach und es kam zu einer natürlichen Verwilderung. In jüngster Zeit wurden Versuche unternommen, die spezifische Artenvielfalt der Almen durch erneute Bewirtschaftung für die Nachwelt zu erhalten. Von ihnen eröffnen sich oft prächtige Panoramablicke auf die umliegenden Gebirgszüge, wie beispielsweise die Tatra.

Über 95 Prozent der Parkfläche sind von Wäldern bestanden, bei denen es sich um Überreste des ursprünglichen Karpatenurwaldes handelt. In den dominierenden Buchenwäldern treten auch Fichten und Tannen sowie Bergahorn und die selten gewordene Bergulme auf. Insgesamt wurden im Nationalpark Gorce 850 Gefäßpflanzenarten gezählt. Rund 330 von ihnen haben ihren Verbreitungsschwerpunkt auf den Hochweiden, oder kommen ausschließlich dort vor. Zu den wertvollsten Pflanzen der Gorce gehören der in Polen unter Artenschutz stehende Österreichische Gämswurz, das ebenfalls geschützte Alpen-Heilglöckchen sowie seltene Moose und Farne. Die Tierwelt des Nationalparks Gorce umfasst neben 125 Vogel- und 46 Säugetierarten auch acht Amphibienarten. Darunter befindet sich der seltene Feuerssalamander, das Wappentier des Nationalparks.

Touristen steht im Nationalpark Gorce ein gut ausgebautes Netz an Fuß-, Rad- und Pferdewanderwegen verschiedener Schwierigkeitsstufen zur Verfügung. Kulturinteressierte können in den Gorce die jahrhundertealten Holzkirchen und Höfe der Bergbewohner bewundern. In der kalten Jahreszeit stehen Wintersportbegeisterten die Wanderwege des Parks als Langlaufloipen zur Verfügung. Für Abfahrtfans gibt es auch einige beleuchtete, mit Schneekanonen ausgerüstete Pisten. Direkt an den Nationalpark grenzt der beliebte Kurort Rabka-Zdrój. Die „Stadt der Kinder der Welt“ ist Polens bekanntester Kinderkurort. Die Stadt lockt neben ihrem Kurangebot und einigen Sehenswürdigkeiten auch mit dem familiengerechten Vergnügungspark „Rabkoland“.

Die Nationalparkverwaltung hat ihren Sitz in Poręba Wielka. Dort organisiert sie Bildungsveranstaltungen und präsentiert ihren Gästen ständig wechselnde thematische Ausstellungen. Das Betreten einiger Täler und Bergwiesen ist kostenpflichtig.

www.gorczanskipark.pl

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