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Direkt an der Grenze zur Slowakischen Republik gelegen, gehört der knapp 34 Quadratkilometer große Babiogórski Park Narodowy (Nationalpark Babia Góra) zu den kleinsten Schutzgebieten dieser Art in Polen.

Der 1954 gegründete Park im Süden der Woiwodschaft Małopolskie (Kleinpolen) besticht durch seine reiche Flora mit so seltenen Arten wie dem Engelwurz-Laserkraut, das auch gleichzeitig sein Wappen ziert. Eine Besonderheit des Nationalparks ist die gut sichtbare Gliederung der Gebirgsvegetationsstufen. Aufgrund dieser naturräumlichen Bedingungen wurde der Park 1978 in die UNESCO-Liste der Biosphärenreservate aufgenommen.

Auf einer Länge von rund zehn Kilometern umfasst der Nationalpark den nördlichen und südlichen Teil des Babia-Góra-Massivs, auch Diablak (Teufelsspitze) genannt, das mit 1.725 Metern die höchste Erhebung des Beskid Żywiecki (Saybuscher Beskiden) markiert. Umgeben ist das Großschutzgebiet von einer rund 85 Quadratkilometer großen Pufferzone. Der Park selbst erstreckt sich über rund 1.000 Höhenmeter bis zum Gipfel des Diablak. Eingangstor zum Park und zugleich Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen ist das Dorf Zawoja, in dem sich auch die Parkverwaltung mit dem Nationalparkmuseum befindet.

Wichtigstes naturräumliches Merkmal des Parks ist die Stufengliederung der Vegetation. Ab einer Höhe von 700 Metern befindet sich die untere Waldzone, die von Buchen, Fichten und Tannen dominiert wird. Ab 1.150 Metern beginnt die obere Waldzone, in der fast nur noch Fichten stehen. Die subalpine Übergangszone, die von 1.350 bis auf 1.650 Meter hinaufreicht, wird von der Latschenkiefer beherrscht. In der darauf folgenden alpinen Zone kommen fast ausschließlich krautartige Pflanzen, wie mehrere Binsenarten oder das Alpenhornkraut, vor. Die reiche Wiesenvegetation dieser Höhenlage ist einer der größten Schätze des Babia-Góra-Massivs.

Von den rund 4.500 im Nationalpark vorkommenden Tierarten gehört der überwiegende Teil zu den Wirbellosen, darunter zahlreiche Insekten- oder Weichtierarten. Den größten Artenreichtum findet man unterhalb der Waldgrenze. Dort leben auch die meisten der etwa 50 Säugetierarten. Das größte Tier, das in den vergangenen Jahren immer wieder auf dem Nationalparkgelände gesichtet wurde, ist der Europäische Braunbär. Aber auch andere inzwischen seltenen Raubtiere wie der Luchs oder der Wolf finden in dem Park ihr geschütztes Refugium.

Der Nationalpark Babia Góra ist touristisch sehr gut erschlossen. Zahlreiche Wander- und Lehrpfade mit einer Gesamtlänge von rund 60 Kilometern locken jedes Jahr etwa 100.000 Besucher aus dem In- und Ausland. Im Winter stehen Aktivtouristen drei Wandertrassen für kürzere Skitouren zur Verfügung. Der Eintritt in den Nationalpark ist für Erwachsene und Kinder ab dem 7. Lebensjahr vom 1. Mai bis 31. Oktober kostenpflichtig. Die Naturparkverwaltung vermittelt einige Unterkünfte mit Bad und Küche in den schönsten Regionen des Nationalparks.

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