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Europa-Tour im Wohnmobil macht am 13. Oktober Station in Berlin

Auf einer Tour per Wohnmobil will sich die südostpolnische Metropole Lublin in mehreren europäischen Städten präsentieren. In Berlin will sie am 13. Oktober vor dem Polnischen Institut (Burgstraße 27, 10178 Berlin) auch mit kulinarischen Erlebnissen für sich werben und bringt deshalb eine Spitzenköchin mit.

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Sylwia Stachyra absolvierte in Lublin ein Studium der Rechtswissenschaften, doch dann gab sie ihrer Leidenschaft fürs Kochen nach, lernte im noblen Londoner Savoy Grill von Kochlegende Gordon Ramsey, gewann in ihrer Heimat Polen die TV-Show Top Chef. Heute berät sie mit ihrem Unternehmen CookShe nicht nur zahlreiche Restaurants in Polen, sondern sie will den Geschmack ihrer Heimatstadt Lublin auch im Ausland bekannter machen.

Dazu startete sie zusammen mit lokalen Touristikern auf eine Werbetour im Wohnmobil durch Europa, die sie auch nach Berlin bringt. Am 13. Oktober macht der auffällig dekorierte Camper Station vor dem Polnischen Institut in der Burgstraße 27 in Mitte. Von 10 bis 18 Uhr können sich Besucher auf der Straße sowie im Institut über die südpolnische Universitätsstadt und ihre Umgebung informieren und traditionelle Speisen aus der Region probieren. Die Veranstaltung wird vom Polnischen Fremdenverkehrsamt unterstützt. Dessen Leiter Konrad Guldon will dabei auch für Wohnmobil-Reisen in die Region werben. Er verweist auf eine sehr gut ausgebaute Infrastruktur und im europäischen Vergleich sehr günstige Preise für Stellplätze.

2022.10.06_lublin1.jpgAufgang zum Lubliner Schloss. Foto: POT

Zu den Gerichten, die Sylwia Stachyra kredenzt, gehört „Cebularz“, ein Hefegebäck mit Zwiebeln und Mohn, das aus der jüdisch-polnischen Küche des 19. Jahrhunderts stammt und inzwischen weit über die Lubliner Region hinaus bekannt ist. Lublin war bis zum Zweiten Weltkrieg ein bedeutendes jüdisches Zentrum und auch heute werden jüdische Traditionen dort gepflegt, zum Beispiel in der ehemaligen Talmudschule, die eine Synagoge und eine Ausstellung zur Geschichte der chassidischen Juden beherbergt.

Während das ehemals jüdische Viertel zur Zeit der deutschen Besatzung weitestgehend zerstört wurde, blieb die Lubliner Altstadt mit zahlreichen Bauwerken aus dem 15. bis 17. Jahrhundert bis heute weitgehend erhalten. Erinnert wird dort an die bedeutende Geschichte der Stadt, in der 1569 die Lubliner Union als Zusammenschluss von Polen und Litauen gegründet und damit eine regionale Großmacht geschaffen wurde. Lublin galt einst als „Oxford des Ostens“ und ist bis heute eine der bedeutendsten Universitätsstädte Polens. Rund 100.000 Studierende prägen das Stadtbild und sorgen für eine lebendige Kultur- und Kneipenszene.

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Gauklerfestival in der Lubliner Altstadt. Foto POT

Da passt es, dass Lublin als erste polnische Stadt im Jahr 2023 den Titel „Europäische Jugendhauptstadt“ tragen wird. Er wird seit 2009 vom Europäischen Jugendforum an Städte in ganz Europa verliehen, die ein Jahr lang die Gelegenheit haben, innovative Ideen und Projekte vorzustellen sowie das Stadtleben aus der Perspektive junger Leute zu betrachten. Im Wettbewerb hatte sich Lublin gegen fünf Mitbewerber durchgesetzt. www.lublintravel.pl

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TERMIN: Do. 13.10.2022, 10:00-18:00 Uhr, Polnisches Institut in der Burgstraße 27 in Mitte, 10178 Berlin

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