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Polen feiert den "fetten Donnerstag"

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Der "fette Donnerstag", der "tłusty czwartek", gilt in Polen als der süßeste Tag des Jahres. Dann schert sich kaum jemand im Land um Kalorien oder um Diäten. Stattdessen steht man Schlange für Süßigkeiten. Nach alter Tradition muss man an diesem Tag mindestens einen Pfannkuchen essen, um sich für den Rest des Jahres Glück und Wohlstand zu sichern.

Der „fette Donnerstag” ist der Donnerstag vor Aschermittwoch. Er fällt in diesem Jahr auf den 11. Februar. Bevor die Fastenzeit beginnt, die bis zu Ostern dauert, darf man an diesem Tag nochmal nach Herzenslust Süßes und Fettiges genießen. Zugleich feiert man das bevorstehende Ende des Winters und freut sich auf die Ankunft des Frühlings.

2021.02.10_Paczki_Fotolia_175340857.jpgPączki/Pfannkuchen


Nach Schätzungen werden an diesem Donnerstag in Polen mehr als 100 Millionen Pfannkuchen verzehrt, die dort Pączki heißen. Nach einer Umfrage vor wenigen Jahren wollte fast jeder zweite Pole am „fetten Donnerstag“ drei bis fünf Pączki essen, jeder sechste sogar mehr als fünf Stück. Und nur vier Prozent wollten ganz darauf verzichten.


Die Pączki, die in Deutschland je nach Region auch als Berliner, Krapfen oder Kreppeln bekannt sind, werden aus Hefeteig hergestellt und frittiert. Sie sind meist mit Pflaumen-, Himbeer-, Erdbeer- oder Rosenmarmelade gefüllt, mit Puderzucker bestreut oder mit Zuckerguss überzogen. Ursprünglich wurden die Pączki in der polnischen Küche salzig zubereitet, doch seit dem 16. Jahrhundert hat sich die süße Version durchgesetzt.

2021.02.10_AdobeStock_394172548.jpegFaworki


Neben den Pączki werden am „fetten Donnerstag“ in Polen auch gerne Faworki gegessen. Das sind Schleifen aus süßem Schmalzgebäck, die frittiert und mit Puderzucker bestreut werden und ebenfalls unwiderstehlich sind. Wie gut, dass Kalorien an diesem Tag keine Rolle spielen.

Guten Appetit!

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