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Golfen

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Zu sozialistischen Zeiten war Golf in Polen noch verpönt, doch nach der Wende 1989 entwickelte sich das Nachbarland innerhalb kurzer Zeit zum Golfstaat. In allen Landesteilen entstanden neue Plätze, die auch von internationalen Profis geschätzt werden.

Dem polnischen Golfverband PZG (Polski Związek Golfa) gehören mehr als 3.000 Spieler aus 60 Klubs an. Ihnen stehen heute rund drei Dutzend Plätze zur Verfügung, die Hälfte von ihnen sind Meisterschaftsplätze mit 18 Löchern. Darüber hinaus gibt es neun unabhängige Golf-Akademien mit Plätzen von sechs bis neun Löchern sowie rund 50 Driving-Ranges, an denen man den richtigen Abschlag üben kann. Der Verband kümmert sich um die Popularisierung von Golf und die Förderung des Spitzensports. Dass die Aufbauarbeit Früchte trägt, zeigt der Erfolg von Adrian Meronk, der als aktuelle Nummer Zwei der Junioren-Weltrangliste gilt. Er begann seine Karriere im Toya Golf Club in Wrocław (Breslau). Von dort kommen mit Jan Szmidt und Mateusz Gradecki zwei weitere international erfolgreiche Nachwuchsspieler.

Golfprofis zeigen sich immer wieder begeistert von der Qualität der polnischen Meisterschaftsplätze. Der Toya Golfclub sei „ein absoluter Topclub mit einem modernen, extrem gut ausgestatteten und dennoch sehr gemütlichen Clubhaus“, befand der deutsche Golf-Profi Tobias Dier schon bei der European Challenge Tour 2008 in Breslau und ergänzte: „Einen Club mit dieser Qualität findet man in Deutschland nicht sehr häufig.“ Der Platz wurde von Jeremy Pern so modelliert, dass man unterwegs kaum Mitspieler sieht und die Ruhe beim Spiel genießen kann. Der unweit von Breslau gelegene Club war 2006 auf einem ehemaligen Militärgelände entstanden und verfügt heute über einen 18- und 9-Loch-Platz, ein exklusives Restaurant sowie eine Filiale von einer der bekanntesten Golfschulen der Welt, der Leadbetter-Academy (www.toyagolf.pl)

Auch Golf-Journalisten schwärmen von den Plätzen in Polen. So lobte das deutsche Golf-Magazin den 2006 von einem privaten Investor eröffneten Rosa Private Golf Club bei Częstochowa (Tschenstochau) als einen der schönsten Plätze Polen. Architekt Hans Georg Erhardt habe auf 80 Hektar einen „Golfplatz der Superlative geschaffen.“ Lange, schmale Fairways ziehen sich hier entlang der Wasserläufe und Seen, die ein Sechstel des Geländes einnehmen. (www.rpgc.pl/)

Der Rosa Private Golf Club wird auf der britischen Website www.top100golfcourses.co.uk als zweitbeste Anlage in Polen bewertet. Noch besser schneidet in diesem Ranking der Golfclub Modry Las in der Woiwodschaft Zachodniopomorskie (Westpommern) ab. Modry Las war bereits wenige Monate nach seiner Eröffnung im Jahre 2009 vom Magazin Golf World zu einem der 100 besten Plätze in Europa gekürt worden. Das südöstlich von Szczecin (Stettin) gelegene Green wurde auf 130 Hektar Fläche von Gary Player, einem der berühmtesten Golfplatz-Designer der Welt, modelliert. Zur Anlage gehören zwei Plätze mit 9 und 18 Löchern sowie eine Golfakademie. (www.modrylas.pl)

Auf dem dritten Platz der britischen Top-100-Liste findet sich einer der ältesten polnischen Golfclubs, der Gdańsk Golf&Country Club in Postołowo. Die von dem Briten Jeremy Turner unweit von Gdańsk (Danzig) gestaltete Anlage wurde schon 1997 eröffnet und im Jahre 2006 erweitert. Turners Ziel war es, einen Platz zu schaffen, der für fortgeschrittene Spieler eine echte Herausforderung darstellt, aber auch Anfängern Spaß macht. Das ist ihm nach Meinung zahlreicher Fachkommentatoren auch gelungen. Die Anlage sei reif für große Turniere, aber auch ideal, um mit der ganzen Familie Golf zu genießen, befand unlängst ein Autor des deutschen Golf Journals. (www.golf.com.pl)

Golfplätze findet man heute in allen Landesteilen Polens, die meisten in den Woiwodschaften Dolnośląskie (Niederschlesien) und Mazowsze (Masowien). Rund um die großen Städte stehen Spielern jeweils mehrere Plätze zur Auswahl. So gibt es im Umkreis der Hauptstadt Warszawa (Warschau) drei Anlagen mit 18-Loch-Meisterschaftsplätzen, in Kraków (Krakau) zwei und in der Nähe von Gdańsk ebenfalls drei Plätze.

Trotz immer neuer Top- Plätze wird Polen als Golf-Destination erst langsam von ausländischen Touristen entdeckt. Dabei ist Polen ideal für Touristen, die das Land entdecken und dabei gleichzeitig ihren Lieblingssport ausüben möchten. Eine attraktive Route bietet sich durch den Süden Polens an. So kann man nach dem Besuch von Breslau eine Runde auf dem Toya Golfclub spielen. Danach lässt sich ein Besuch des weltberühmten Klosters von Tschenstochau mit einer Runde Golf im Rosa Private Golf Club verbinden.

Nur eine gute Autostunde ist es von dort zum Kraków Golf & Valley Club, dem bekanntesten Golfparcours der alten Königsstadt Krakau. Er wurde von dem Star-Designer Ronald Fream auf 160 Hektar Fläche angelegt und verfügt über ein modernes Trainingszentrum. (www.krakow-valley.com)

Ähnlich gute Kombinationsmöglichkeiten bieten sich im Nordwesten des Landes. Dort kann man seine Tour auf dem traditionsreichen Amber Baltic Golf Club auf der Ferieninsel Wolin (www.abgc.pl) beginnen und nach einem Besuch der Hafenstadt Szczecin (Stettin) zum Golfspielen auf dem nahe gelegenen Binowo Park Golf Club fahren. (www.binowopark.pl) Ganz in der Nähe liegt der Meisterschafts-Parcours von Modry Las. Im Nordosten Polens können Touristen einen Besuch in der Dreistadt mit einer Runde Golf auf dem Gdańsk Golf&Country Club in Postołowo und dem Sierra Golf Club bei Wejherowo (Neustadt) verbinden. (www.sierragolf.pl) Auch der neue Sand Valley Golf & Country Club bei Pasłęk (Preußisch Holland) ist von hier gut erreichbar. (www.sandvalley.pl)

Ein Ende des Golf-Booms in Polen ist noch nicht abzusehen. So wurde Mitte 2012 unweit von Warschau der neue 18-Loch-Platz des Sobienie Królewskie Golf&Country Clubs zusammen mit einem Golfhotel im Landschloss der Familie Jezierski eröffnet. Auf dem Gelände betreibt die renommierte Cranfield Golf Academy ihre erste polnische Dependance. (www.sobieniekrolewskie.pl) Eine Übersicht über die polnischen Plätze bietet die Website www.pzgolf.pl

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