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In Szczawno-Zdrój (Bad Salzbrunn), der Geburtsstadt des Literatur-Nobelpreisträgers Gerhart Hauptmann, kennt man bereits seit mehr als 400 Jahren die heilende Wirkung des dortigen Mineralwassers.

Szczawno-Zdrój liegt am Fuße des 851 Meter hohen Bergs Chełmiec (Hochwald) in der Woiwodschaft Dolny Śląsk (Niederschlesien). Die Kleinstadt schließt sich an die Bergbaumetropole Wałbrzych (Waldenburg) an. Schon um das Jahr 1600 entdeckte der Breslauer Arzt Kasper Schwenkfelt die Heilkräfte des hiesigen Mineralwassers.

Das heute aus fünf Quellen gewonnene Mineralwasser wird genutzt, um unterschiedliche Beschwerden zu behandeln. Dazu gehören Erkrankungen der Atemwege, des Verdauungstraktes und des Harnsystems. Außerdem werden Krankheiten des Bewegungsapparats und der Wirbelsäule, Herz-Kreislauf-Beschwerden, Erkrankungen der Nervensysteme, Fettleibigkeit und Diabetes therapiert. Als einziger Kurort Polens besitzt Szczawno-Zdrój eine Druckkammer zur Behandlung von Asthma bei Kindern und Erwachsenen. Bei verschiedenen Beschwerden werden auch kurzzeitige Aufenthalte in einer Kältekammer bei Temperaturen von minus 120 Grad verordnet. (www.szczawno-jedlina.pl)

Im Jahr 1815 wurde das erste Kurhaus eröffnet, danach entwickelte sich Bad Salzbrunn schnell zu einem der bedeutendsten Kurorte Schlesiens, der auch von adeligen Kreisen und Künstlern gerne besucht wurde. Zu den Kurgästen gehört der berühmte polnische Komponist und Geiger Henryk Wieniawski, der sich hier 1855 und 1857 aufhielt. Ihm zu Ehren wird seit 1966 jedes Jahr ein internationales Violinfestival im herrlichen Rokoko-Saal des Kurtheaters veranstaltet. (www.teatr-zdrojowy.pl)

Nach dem berühmtesten Sohn der Stadt ist der Platz vor der Trinkhalle benannt. Der spätere Literatur-Nobelpreisträger Gerhart Hauptmann wurde im damaligen Hotel zur Krone als Sohn eines Gastwirte-Paares geboren. Das 1818 errichtete Geburtshaus wird heute als Kurhaus mit dem Namen „Korona Piastów“ genutzt. An Gerhart und seinen ebenfalls als Schriftsteller bekannten Bruder Carl Hauptmann erinnert eine Gedenktafel vor dem Haus.

Szczawno-Zdrój hat sich den Charme eines mondänen Kurortes erhalten. Ein Schmuckstück des Ortes ist die Trinkhalle mit der 77 Meter langen, hölzernen Wandelhalle. Das ursprünglich Ende des 19. Jahrhunderts entstandene Gebäude wurde nach einem Brand 1992 wieder originalgetreu aufgebaut. Daran schließt sich der ebenfalls Ende des 19. Jahrhunderts entstandene Kurpark im englischen Stil an. Im Biały Salon (Weißen Salon) trifft man sich wie schon vor 100 Jahren abends zum Tanz. Im Kurtheater werden zahlreiche Veranstaltungen organisiert.

Nur wenige Kilometer von Szczawno-Zdrój entfernt erhebt sich das größte Schloss Schlesiens majestätisch auf einem 400 Meter hohen Fels. Das seit dem 13. Jahrhundert immer wieder erweiterte und umgebaute Schloss Książ (Fürstenstein) verfügt über 400 Räume und ist von einem 300 Hektar großen Park umgeben. Dort befinden sich auch das traditionsreiche Hengstgestüt und ein Palmengarten. (www.ksiaz.walbrzych.pl)

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