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Die zwischen Białystok und der weißrussischen Grenze gelegene Kleinstadt Supraśl ist einer von zwei Kurorten der Woiwodschaft Podlaskie (Podlachien). Im 16. Jahrhundert um ein orthodoxes Kloster herum entstanden, besticht der Luftkurort durch die wunderschöne Lage in der Puszcza Knyszyńska, einem der größten polnischen Landschaftsparks, und seine reizvollen Sehenswürdigkeiten.

Auf die heilende Wirkung des besonderen Mikroklimas und der außergewöhnlich reinen Luft in und um Supraśl wurde man bereits in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg aufmerksam. Damals gründete Dr. Józef Lewitto hier ein Sanatorium für Lungen- und Herzinfarktpatienten, das heute ein Kinderheim beherbergt. 2002 wurde dem Ort, dessen Anfänge auf eine Klostergründung im Jahre 1501 zurückgehen, der Status eines offiziellen Kurorts verliehen. Ausschlaggebend war neben der guten Luft auch der Fund eines weitläufigen Heilschlammvorkommens. Empfohlen wird der Aufenthalt für Reha-Patienten mit rheumatischen, kardiologischen, neurologischen Leiden sowie Erkrankungen der oberen und unteren Atemwege.

Supraśl zählt zu den jüngsten Kurorten Polens. Den Gästen stehen derzeit rund 600 Übernachtungsplätze in Pensionen, Ferienheimen und Privatunterkünften zur Verfügung. Das Konferenz- und Veranstaltungszentrum „Knieja“ bietet ein umfassendes Angebot an Spa-Anwendungen. Um den Kurbetrieb weiterzuentwickeln, werden mehrere Investitionen getätigt. In den kommenden Jahren sollen ein Sanatorium mit Naturheilverfahren, mehrere Hotels sowie Therapiemöglichkeiten unter freiem Himmel entstehen.

Supraśl liegt idyllisch auf einer Lichtung inmitten des Waldgebiets Puszcza Knyszyńska, von der rund 745 Quadratkilometer als Landschaftspark ausgewiesen sind. Bestimmendes Element des Parks sind die Kiefern- und die Eichen-Hainbuchenwälder, die größtenteils naturbelassen sind. Größte Attraktion der Puszcza ist eine etwa 50 Exemplare zählende Wisentherde. Das europäische Ur-Rind wurde im frühen 20. Jahrhundert in Europas letztem Flachlandurwald, der rund 80 Kilometer südlich gelegenen Puszcza Białowieska, vor dem Aussterben bewahrt. Von dort kamen sie Anfang der 1970er Jahre in die Gegend um Supraśl.

Die Stadt spiegelt auf kleinstem Raum die multiethnische und multireligiöse Geschichte der nordostpolnischen Region wider. Größte Sehenswürdigkeit ist das ehemalige Basilianerkloster, eines von sechs orthodoxen Männerklöstern Polens. Barocke Gebäude aus dem 17./18. Jh. umgeben einen Klosterhof in dessen Mitte sich die Klosterkirche, die Cerkiew Zwiastowania Najświętszej Marii Panny (Maria-Verkündigungs-Kirche) befindet. Im 16. Jahrhundert im Stil der Renaissance erbaut, zählt sie zu den schönsten orthodoxen Kirchen Polens. Der Palast der Äbte beherbergt ein Museum mit einer der wertvollsten Sammlungen von Ikonen in Polen. (www.muzeum.bialystok.pl/suprasl) Sehenswert in Supraśl sind auch die einst evangelische Kirche mit dem dazugehörigen Friedhof und das 1903 im Stil der Neorenaissance umgebaute Palais der Fabrikantenfamilie Buchholtz. (www.suprasl.pl)

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