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Schon in den 1920er Jahren galt Sopot (Zoppot) als das Rimini des Nordens. Das Seebad an der Ostsee war ein beliebter Treffpunkt der Schönen und Reichen, die sich im Casino oder auf der Pferderennbahn vergnügten. Heute knüpft der Kurort wieder an seine Glanzzeiten an.

Sopot liegt in der Woiwodschaft Pomorskie (Pommern), zwischen den beiden Großstädten Gdańsk (Danzig) und Gdynia (Gdingen). Mit ihnen zusammen bildet es die Trójmiasto (Dreistadt). Die Entwicklung zum mondänen Kur- und Badeort begann 1823 mit Jean Georg Haffner, einem Arzt in Napoleons Armee. Er quittierte seinen Dienst, um hier eine Badeanstalt zu bauen. Innerhalb weniger Jahre entwickelte sich Zoppot zum bekannten Seebad und erhielt 1901 die Stadtrechte verliehen. Im Bereich des mehr als vier Kilometer langen Strandes entstanden zu Beginn des 20. Jahrhunderts viele prachtvolle Villen im Stil der Bäderarchitektur mit hölzernen Vorbauten, die bis heute erhalten blieben.

Im Jahr 1999 erhielt Sopot sein zeitweilig verlorenes Kurprivileg zurück. Die Grundlagen für die Behandlungen bilden die jodreiche, gesunde Meeresluft und das natürliche Mineralwasser mit Bestandteilen von Chlor, Natrium, Jod und Brom. Behandelt werden hier Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen, rheumatische Beschwerden, Erkrankungen der Wirbelsäule und der peripheren Gelenke sowie Osteoporose und Fettleibigkeit. Das Sanatorium Leśnik der Kurgesellschaft Uzdrowisko Sopot bietet seinen Patienten ein Inhalatorium zum Einatmen salzhaltiger Luft und eine Kältekammer. (www.lesnik.sanatoria.com.pl)

Neben mehreren Sanatorien für klassische Kurbehandlungen gibt es in dem Seebad auch eine Reihe von Vier- und Fünfsterne-Hotels mit umfangreichen Wellnessangeboten. Über ein sehr gutes Angebot verfügt das Wellnesszentrum des neu erbauten Hotels Sheraton. Es verwendet für seine hydrotherapeutischen Anwendungen das Heilwasser aus der Quelle des Heiligen Wojciech in Sopot. (www.sheratonsopotspa.pl)

Aushängeschild des Seebads ist die strahlend weiße hölzerne Seebrücke. Mit 511,5 Metern ist sie die längste ihrer Art in Europa. Gebaut wurde sie im Jahr 1927. Hier legen Ausflugsdampfer an, es finden Konzerte und Sportveranstaltungen statt und an schönen Tagen promenieren viele Tausend Besucher über die Brücke. Vor der Seebrücke wurde vor wenigen Jahren das neue Centrum Haffnera erbaut, mit dem der Gründer des Seebads gewürdigt wird. Hier befindet sich neben dem Kurhaus und einem Kongresszentrum auch die renommierte staatliche Kunstgalerie Państwowa Galeria Sztuki. (www.pgs.pl) Südlich der Mole befindet sich die Anfang des 20. Jahrhunderts erbaute balneologische Abteilung des Kurbads. Der markante Schornstein des Gebäudes diente auch als Leuchtturm.

An der Mole beginnt die berühmte Fußgängerzone Monciak. Zu beiden Seiten reihen sich Cafés, Restaurants und Shops aneinander. Die Verlängerung der Straße führt zur Opera Leśna (Waldoper). Die bekannte Freiluftarena mit mehr als 4.000 Plätzen entstand 1909 und wurde bis 2012 umfangreich modernisiert. Hier gastieren weltbekannte Rock- und Popstars.

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