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Rund 75 Kilometer südlich von Rzeszów befindet sich das Dorf Rymanów-Zdrój. Die Kurtradition begann hier Ende des 19. Jahrhunderts. Inmitten der malerisch-idyllischen Berglandschaft des Beskid Niski (Niedere Beskiden) gastierten so namhafte Persönlichkeiten wie der österreichische Erzherzog Albrecht oder der polnische Maler, Schriftsteller und Architekt Stanisław Wyspiański.

Der Kurort befindet sich in der Woiwodschaft Podkarpackie (Vorkarpaten) im Südosten Polens. Die Anfänge des Kurbetriebes in der städtischen Landgemeinde Rymanów gehen auf die Adelsfamilie Potocki zurück. Anna und Stanisław Potocki ließen in den 1870er Jahren, angeregt durch das nahe gelegene Heilbad Iwonicz Zdrój, nach Heilquellen in der Umgebung ihrer Güter suchen. Damals wurden die ersten drei Quellen „Tytus“, „Celestyna“ und „Klaudia“ gefunden. Der Bäderbetrieb begann 1885 mit der Eröffnung der ersten Kinderkurkolonie. Bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges folgten zahlreiche weitere Heileinrichtungen, Pensionen und Villen.

Heute stehen Kurgästen in Rymanów-Zdrój, das als Dorf offiziell erst seit 1996 existiert, drei Trinkhallen sowie sieben Sanatorien und Reha-Zentren zur Verfügung. Behandelt werden Kinder und Erwachsene mit Herz-Kreislauf-, Atemwegs-, urologischen und orthopädischen Erkrankungen sowie Rheuma. Zur Anwendung kommen neben Bädern, Hydromassagen und Heilschlammverfahren auch Inhalations-, Kinesio-, Physio- und Kryotherapie. Das Angebot umfasst auch speziell auf die Bedürfnisse von Kindern zugeschnittene Therapieverfahren sowie Eltern-Kind-Kuren. (www.uzdrowisko-rymanow.com.pl)

Zur Entspannung lädt der Kurpark aus dem 19. Jahrhundert ein, in dessen Bereich sich auch Kinderspielplätze, Beachvolleyball- und Tennisplätze befinden. Besonders lohnenswert ist ein Spaziergang auf den Spuren der alten Bäderarchitektur mit ihren hölzernen Trinkhallen und Villen. Verschiedene Wanderrouten führen zudem in die umliegenden Ortschaften und die Berge, auf einer gelangt man in den benachbarten Kurort Iwonicz-Zdrój. Die im 17. Jahrhundert in Rymanów erbaute Synagoge gilt als eine der ältesten in Polen und wurde erst vor wenigen Jahren saniert. Auf dem jüdischen Friedhof findet sich unter anderem das Grab des als Wunderheiler bekannten Menachem Mendel. (www.rymanow.pl)

Reizvoll ist auch ein Ausflug in die weitere Umgebung. Gut 15 Kilometer nördlich von Rymanów-Zdrój können Besucher in Haczów (Hanshoff) eine der ältesten Holzkirchen Polens aus dem 14. Jahrhundert bewundern. Den Innenraum des Gotteshauses, das als größte gotische Holzkirche der Welt gilt, schmücken polychrome Wand- und Deckenmalereien. Rund 40 Kilometer westlich vom Kurort liegt der Magura-Nationalpark. Das 19.300 Quadratkilometer große Naturschutzgebiet umfasst das Zentrum der Niederen Beskiden. Geschützt sind hier unter anderem alte Buchen- und Tannenwälder, die vielen Raubvögeln und Säugetieren Schutz gewähren. Wappentier des Parks ist der Schreiadler, der hier einen geschützten Lebensraum findet. (www.magurskipn.pl)

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