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Der inmitten der Pommerschen Seenplatte im Nordwesten Polens gelegene Kurort Połczyn-Zdrój (Bad Polzin) kann auf eine mehr als 300-jährige Kurtradition zurückblicken. Schon 1688 wurde die Heilwirkung des hiesigen Mineralwassers entdeckt.

Die Kleinstadt Połczyn-Zdrój liegt in der Woiwodschaft Zachodniopomorskie (Westpommern). Die Anfänge des Ortes reichen in das frühe Mittelalter zurück. 1705 ließ Joachim von Krockow das erste Kurhaus erbauen. Bis zum Ersten Weltkrieg entwickelte sich Bad Polzin zu einem der größten pommerschen Kurorte und erhielt direkte Bahnverbindungen nach Stettin und Berlin.

Die meisten der heute noch existierenden Kureinrichtungen wurden im 19. Jahrhundert erbaut. Zu den damaligen Gästen zählte auch der deutsche Hochadel. Der älteste Teil des rund 80 Hektar großen Kurparks wurde bis 1839 im französischen Stil angelegt. 1903 wurde er um einen englischen Landschaftsgarten erweitert. Hier befinden sich das Anfang des 20. Jahrhunderts erbaute Amphitheater mit Platz für 2.500 Besucher sowie die historische Trinkhalle Joasia.

Auch die vier Sanatorien, das Spa „Zdrojowe Zacisze“ und die Jugendherberge „Tadeuszówka“ der privaten Kurgesellschaft liegen im Bereich des Kurparks. Behandelt werden hier vor allem orthopädische, rheumatische und neurologische Erkrankungen sowie Osteoporose und Übergewicht. Die Bandbreite der angebotenen Heilverfahren reicht von Kinesio-, über Thermo-, Elektro-, Photo- bis hin zur Klimatherapie, der Schwerpunkt liegt auf Wasser- und Heilschlammanwendungen. Das Sanatorium „Podhale“ ist zudem vollkommen auf Frauenleiden spezialisiert. (www.uzdrowisko-polczyn.pl)

Lohnenswert ist ein Spaziergang zur Altstadt von Połczyn-Zdrój. Den Marktplatz, den pl. Wolnośći, umgeben alte Bürgerhäuser. Hinter dem Platz steht die Kościół Niepokalanego Poczęcia (Kirche der Unbefleckten Empfängnis) und am Rande der Altstadt, erhebt sich das im späten 13. Jahrhundert erbaute, später mehrfach umgebaute Schloss. Heute beherbergt es die städtische Bibliothek.

Ein wahres Paradies für Naturliebhaber ist der rund 414 Quadratkilometer große Drawa-Landschaftspark. Die von großen und kleinen Seen geprägte Moränenlandschaft entstand während der letzten Eiszeit. Zu den Naturreservaten des Parks gehört auch das Tal der fünf Seen. Unweit von ihrer Quelle schuf die Drawa (Drage) hier eine malerische Seenkette, die größtenteils als NATURA 2000-Gebiet unter besonderem Schutz steht. Weiter südlich befindet sich der Jezioro Drawsko, mit knapp 80 Metern der zweittiefste See Polens. Auf dem Gebiet des Drawa-Landschaftsparks finden sich über 40 geschützte Pflanzenarten und etwa 300 Naturdenkmäler.

Wanderer und Radfahrer haben in der Umgebung von Połczyn-Zdrój sehr viele Angebote für Ausflüge. Einer der schönsten Radwege verläuft über einen ehemaligen Bahndamm vorbei am Jezioro Siecino (Zetziner See) bis in die 30 Kilometer entfernte Kleinstadt Złocieniec (Falkenburg). Bis zur Ostseeküste sind es von Połczyn-Zdrój etwa 60 Kilometer. (www.polczyn-zdroj.pl)

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