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Der rund 7.000 Einwohner zählende Kurort Polanica-Zdrój (Bad Altheide) liegt im Glatzer Bergland, direkt am Rand der Góry Stołowe (Heuscheuergebirge). Die Anfänge der Kurtradition gehen hier bis in die 1820er Jahre zurück. Seine Blüte erlebte der Ort im frühen 20. Jahrhundert.

Erstmals erwähnt wurde der Kurort in der Woiwodschaft Dolny Śląsk (Niederschlesien) bereits im 14. Jahrhundert. Die hiesigen sauren Mineralquellen wurden zwar schon seit dem 16. Jahrhundert teilweise genutzt, ein wirklicher Kurbetrieb begann aber erst 1828 mit der Einrichtung einer ersten Trinkhalle sowie hölzerner Badeeinrichtungen durch den damaligen Besitzer Joseph Grolms. Einen Markstein in der Entwicklung von Altheide setzte der Breslauer Kommerzienrat Georg Haase. Er schuf ab 1904 eine moderne Infrastruktur, die in Niederschlesien ihresgleichen suchte. Bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges entstanden so die wichtigsten Bädereinrichtungen und zahlreiche Hotels und Pensionen.

Heute können Kurgäste und Patienten im malerischen Polanica-Zdrój die fünf Sanatorien der Kurgesellschaft Zespół Uzdrowisk Kłodzkich nutzen. Behandelt werden vor allem Herz-Kreislauf-, urologische, Atemwegs- und orthopädische Erkrankungen sowie Rheuma, Übergewicht und endokrinologische Krankheiten. Basis für die meisten Heilanwendungen ist das saure Wasser der fünf Heilquellen. Neben Trink-, Bäder- und Heilschlammanwendungen kommen auch Physio-, Kryo- und Lichttherapie sowie Soleinhalationen zum Einsatz. Des Weiteren stehen den Gästen Fitnessanlagen, eine Therme, Saunalandschaften und Spa-Salons zur Verfügung. (www.zuk-sa.pl)

Zum Spaziergang lädt der 13 Hektar große, denkmalgeschützte Kurpark mit seinen exotischen Pflanzen ein. Seine größte Zierde sind die eindrucksvollen Rhododendren, an deren duftender Blütenpracht sich die Gäste von Mai bis Ende Juni erfreuen können. Im Park befindet sich die wunderschöne Jugendstiltrinkhalle von 1913, die über einen Gang mit der Wandel- und Konzerthalle verbunden ist. An den Park schließen sich die Bädereinrichtungen an. Das 1906 errichtete Kurhaus wird heute als Sanatorium „Wielka Pieniawa“ genutzt. Das Gebäude mit seinen großzügigen Wintergärten verfügt über eine Therme mit künstlichem Sonnenstrand sowie einen modernen Spa-Salon. (www.polanica.pl)

Unweit von Polanica-Zdrój beginnt der Nationalpark Góry Stołowe (Heuscheuergebirge) mit seinen Tafelbergen und bizarren Sandsteinformationen. (www.pngs.com.pl) Weitere Ausflugsziele in der näheren Umgebung sind Wambierzyce (Albendorf). Hier war ab 1677 ein Kalvarienberg mit zahlreichen Kapellen entstanden. Die Barockkirche aus dem frühen 18. Jahrhundert beeindruckt mit ihrer monumentalen neunachsigen Ostfassade. Rund 15 Kilometer sind es in die Kreisstadt Kłodzko (Glatz) mit ihrer ehemaligen Festung, einem System von unterirdischen Gängen, der Kleinen Karlsbrücke im gotischen Stil sowie weiteren Sehenswürdigkeiten (www.klodzko.pl)

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