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Rund 30 Kilometer westlich von Lublin, inmitten des Kazimierzer Landschaftsparks, liegt Nałęczów, einer der traditionsreichsten polnischen Kurorte. Die Stadt an der Bystra ist der einzige polnische Kurort, der sich komplett der Behandlung von Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems verschrieben hat.

Nałęczów ist einer von zwei Kurorten in der Woiwodschaft Lubelskie (Lubliner Land). Sein Name taucht erstmals 1751 auf. Damals erwarb die Familie Małachowski, die das Wappen „Nałęcz“ trug, die hiesigen Güter. Stanisław Małachowski ließ sich hier bis 1771 von Franciszek Nax einen Palast im Stil des Spätbarocks erbauen. Bei der Suche nach Eisenerz stieß man im 19. Jahrhundert zufällig auf einige Mineralquellen. Antoni Małachowski ließ deren heilende Kraft belegen und eröffnete die ersten Kureinrichtungen. Eine dynamische Entwicklung als Kurort erfuhr Nałęczów aber erst unter seinem neuen Besitzer, dem Ingienieur Michał Górski.

So entwickelte sich Nałęczów seit den 1880er Jahren zu einem der beliebtesten Kurorte der polnischen Eliten. Nałęczów war das erste polnische Kurbad, das nach der Wende privatisiert wurde. Heute stehen den Kurgästen sechs verschiedene Einrichtungen zur Verfügung. Sie sind vollkommen auf die Behandlung von Patienten mit Herz-Kreislaufleiden eingestellt. Neben wasserbasierten Anwendungen, wie Bädern, Heilschlammtherapie oder Trinkkuren kommen auch Physio-, Kinesio-, Photo- und Kryotherapie zum Einsatz. Optimal ausgerüstet für die Nachsorge bei Infarktpatienten ist die moderne kardiologische Reha-Klinik. (www.uzdrowisko-naleczow.pl) Die Kurgesellschaft bietet neben klassischen Kuren auch Wellness- und Medical-Wellness-Aufenthalte an. Das Kurhotel Termy Pałacowe bietet komfortable Zimmer und zahlreiche Spa-Bahandlungen an. Das Day Spa ist auch für andere Feriengäste nutzbar. (www.spanaleczow.pl)

Wichtigste Sehenswürdigkeit der 5.000 Einwohner zählenden Stadt ist bis heute das Ensemble des Kurparkes mit dem Małachowski-Palast, den Bade- und Trinkeinrichtungen sowie den Sanatorien. Der nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs wieder aufgebaute Palast bildet häufig die Kulisse für Konzerte sowie andere Veranstaltungen. Einige Säle, die der Schriftsteller Bolesław Prus während seiner Aufenthalte nutzte, beherbergen heute sein Museum.

Besonders schön ist der über 200 Jahre alte Kurpark mit europäischen und exotischen Bäumen. Einen reizvollen Akzent setzt der große Teich, in dessen Mitte sich die Liebesinsel befindet. In unmittelbarer Nähe lädt das Palmenhaus, das gleichzeitig als Trinkhalle dient, zum Verweilen ein. Nur wenige Schritte entfernt kann man die ältesten Gebäude der Stadt bewundern, die Stare Łazienki (Altes Bad) und das Sanatorium Książę Józef (Herzog Joseph). Sehenswert sind auch die zahlreichen Villen im und um den Park herum. (www.naleczow.pl) Unweit von Nałęczów befindet sich das reizvoll am Weichselufer gelegene Städtchen Kazimierz Dolny, eine beliebte Sommerfrische mit einigen sehenswerten Renaissance-Bauten. (www.kazimierzdolny.pl)

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