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Nahe der tschechischen Grenze liegt das gut 6.000 Einwohner zählende Städtchen Lądek Zdrój. Das ehemalige Bad Landeck gilt als eines der ältesten Heilbäder auf polnischem Boden und ältestes der Ziemia Kłodzka (Glatzer Bergland). Die heilende Wirkung der schwefel- und radonhaltigen Quellen soll bereits im 13. Jahrhundert bekannt gewesen sein.

Der Kurort in der Woiwodschaft Dolny Śląsk (Niederschlesien) wurde vermutlich im 13. Jahrhundert gegründet. Nach mehrfachen Zerstörungen im 15. Jahrhundert ließ Georg I. von Münsterberg die hiesigen Quellen untersuchen und über einer im Jahre 1498 ein neues Bad errichten. Im 18. und 19. Jahrhundert trafen sich in Landeck berühmte Künstler und Staatsmänner zur Kur. Neben Friedrich dem Großen von Preußen gastierten hier auch Zar Alexander I., Kaiser Wilhelm I. und Johann Wolfgang Goethe.

Heute warten auf Kurgäste von Lądek Zdrój sieben Sanatorien und fünf weitere Bäder. Behandelt werden neurologische, urologische und Hautleiden sowie Erkrankungen des Bewegungsapparates und Rheuma. Zur Anwendung kommt traditionell das radonhaltige Wasser der sieben heißen Quellen, das zudem reich an Schwefel und Fluor ist. Neben der klassischen und modernen Hydrotherapie werden auch Physio-, Kryo- und Phototherapie angeboten. Weitere Angebote umfassen die Inhalation radonhaltiger Luft oder die Nutzung von Sauerstoffbars und Salzgrotten. (www.uzdrowisko-ladek.pl)

Lądek Zdrój lädt mit seiner jahrhundertealten Architektur zum Flanieren ein. Die Stadt teilt sich in das Kurviertel und das Stadtzentrum. Der Marktplatz ist von historischen Bürgerhäusern im Stil der Renaissance und des Barocks umgeben. Das Neorenaissance-Rathaus wurde 1889 errichtet. Unweit vom Rynek erhebt sich die sehenswerte Kościół Narodzenia Najświętszej Maryi Panny (Mariä-Geburt-Kirche), die Ende des 17. Jahrhunderts an der Stelle eines Vorgängerbaus im Stile des Barocks errichtet wurde. Im ehemaligen Wohnhaus des bekannten Bildhauers Michael Klahr am Markt befindet sich heute eine Museumsgalerie.

Jenseits der Biała Lądecka (Landecker Biele) liegt der Kern des Kurviertels. Das ehemalige Marienbad am pl. Mariański heißt heute Zdrój Wojciech (Adalbertbad). Es wurde 1679 über einer heißen Quelle erbaut und erhielt im 19. Jahrhundert durch einen Umbau seine heutige Form eines türkischen Bades. Der Bau besticht durch das von einer Kuppel überwölbte und von dunklem Marmor eingefasste, kreisrunde Bad mit der darüber gelegenen Trinkhalle. (www.ladek.pl)

Umgeben von den Mittelgebirgszügen der Góry Złote (Reichensteiner Gebirge) und des Masyw Śnieżnika (Glatzer Schneegebirge) ist Lądek Zdrój ein hervorragender Ausgangspunkt für Wanderungen zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Neben interessanten Felsformationen findet man in den Bergen auch einige für Besucher erschlossene Höhlen und Bergwerke. Ein beliebtes Ausflugsziel ist das etwa 20 Kilometer nördlich gelegene Städtchen Złoty Stok (Reichenstein). Die historische Goldmine mit dem Museum des Goldbergbaus birgt Polens größten unterirdischen Wasserfall. (www.kopalniazlota.pl)

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