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Unmittelbar an der tschechischen Grenze liegt Kudowa Zdrój (Bad Kudowa). Die etwa 10.000 Einwohner zählende Stadt am Fuße der Góry Stołowe (Heuscheuergebirge) ist der größte Kurort der Region Ziemia Kłodzka (Glatzer Bergland).

Kudowa Zdrój liegt in der Woiwodschaft Dolny Śląsk (Niederschlesien). Die Anfänge der Stadt gehen bis in das 14. Jahrhundert zurück. Die Kurtradition begann mit der Entdeckung der hiesigen Mineralquellen im 16. und 17. Jahrhundert. Die Heilwirkung der Quellen wurde erstmals 1625 belegt. 1787 begann Freiherr von Stillfried, der neue Besitzer des inzwischen preußischen Kudowas, mit dem planvollen Aus- und Umbau der Bäder. 1870 erlangte es als „Herzheilbad Kudowa“ europaweite Bekanntheit.

Heute stehen Kurgästen fünf Sanatorien sowie ein Kurhaus zur Verfügung. Sie gehören zur Kurgesellschaft Zespół Uzdrowisk Kłodzkich. Behandelt werden vor allem Herz-Kreislauf-, orthopädische und rheumatische Leiden sowie Erkrankungen des Verdauungstraktes, der Schilddrüse und Übergewicht. Basis für die meisten Heilanwendungen ist das saure Wasser der drei Heilquellen. Neben Trink-, Bäder- und Heilschlammanwendungen kommen auch Physio-, Kryo- und Lichttherapie sowie Soleinhalationen zum Einsatz. Außerdem stehen den Gästen auch Fitnessanlagen, Thermen, Saunalandschaften und Spa-Salons zur Verfügung. Das Sanatorium „Jagusia“ ist ganz auf die Behandlung von Kindern ausgerichtet. (www.zuk-sa.pl)

Alle wichtigen Bädereinrichtungen von Kudowa Zdrój befinden sich im 15 Hektar großen Kurpark. Zu den ältesten Gebäuden am Ort zählt das 1772 errichtete „Zameczek“ (Schlösschen). Das ehemalige Palais der Familie Stillfried dient heute als Sanatorium und verfügt über eine Thermenlandschaft. Ebenfalls als Sanatorium dient heute der ehemalige „Fürstenhof“. Das fünfstöckige Gebäude, das inzwischen den Namen „Polonia“ trägt, wurde 1905 mit einer Fassade aus Fachwerkelementen errichtet. Die nahe Trink- und Wandelhalle stammt aus der Zwischenkriegszeit und verfügt über einen Konzertsaal.

Eine ungewöhnliche Touristenattraktion findet man im Stadtteil Czermna (Grenzeck). Die Wände und Gewölbe der 1776 erbauten Friedhofskapelle sind mit rund 3.000 Schädeln und Knochen verkleidet. Sie gehörten einst den Gefallenen des 30-jährigen und des Siebenjährigen Krieges sowie den Opfern einer Choleraepidemie. Unter der Kirche ruhen in der Krypta die sterblichen Überreste von weiteren 20.000 Opfern von Kriegen und Epidemien. (www.kudowa.pl)

Rund um Kudowa gibt es viele Wander- und Radwege. Unmittelbar am Stadtrand beginnt der Nationalpark Góry Stołowe (Heuscheuergebirge). Die Tafelberge entstanden vor etwa 80 Millionen Jahren. Wind und Wetter haben aus dem Sandstein, der einst tief unter der Meeresoberfläche wuchs, bizarre Figuren herausgemeißelt. Sie erinnern an Menschen- oder Tiergestalten oder riesenhafte Pilze. Größte Erhebung ist der 919 Meter hohe Szczeliniec Wielki (Große Heuscheuer). Geheimnisvoll ist auch das Felslabyrinth der Błędne Skały (Wilde Löcher) mit seinen schmalen und verwinkelten Schluchten. (www.pngs.com.pl)

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