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Das im Süden der Woiwodschaft Lubelskie gelegene Krasnobród ist einer der beiden Kurorte in der Region. Zwar gab es schon seit 1884 immer wieder Bemühungen einen Kurbetrieb aufrecht zu erhalten, den offiziellen Titel eines Heilbades erhielt der Ort an der Wieprz aber erst im Jahre 2002.

Krasnobród liegt rund 30 Kilometer südlich der Renaissance-Stadt Zamość, nahe der ukrainisch-polnischen Grenze. Das Städtchen ist idyllisch in der Hügellandschaft Roztocze in unmittelbarer Nähe des gleichnamigen Nationalparks gelegen. Die Anfänge der Stadt gehen bis in das 16. Jahrhundert zurück. Als Kurort wurde Krasnobród Ende des 19. Jahrhunderts entdeckt. Damals öffnete hier Polens erste Tuberkuloseheilanstalt, die aber nach nur wenigen Jahren wieder geschlossen wurde.

Der Kurbetrieb wurde mit Unterbrechungen seit 1918 immer wieder aufgenommen. Bemühungen, als offizielles staatliches Heilbad anerkannt zu werden, gab es bereits seit den 1970er Jahren. Diesen Titel erhielt Krasnobród aber erst im neuen Jahrtausend. Verantwortlich dafür war vor allem der Fund besonders ergiebiger Heilschlammvorkommen in der Umgebung. Die Torferde des „Majdan Wielki“ besitzt ausgezeichnete Heilwirkungen und wird vor allem für balneotherapeutische Anwendungen bei der Behandlung rheumatischer und anderer Erkrankungen des Bewegungsapparates verwendet.

Im ehemaligen Palastensemble der Familie Leszczyński in Krasnobród-Podzamek wurde 1950 eine Tuberkuloseklinik für Kinder eingerichtet, die sich einige Jahre später auf die Rehabilitation von Kindern mit rheumatischen Erkrankungen spezialisierte. Heute bietet das nach dem berühmten polnischen Pädagogen Janusz Korczak benannte Sanatorium Heil- und Therapieleistungen für Kinder und Erwachsene an. Behandelt werden Personen mit Übergewicht, orthopädischen, neurologischen und rheumatischen Beschwerden sowie Erkrankungen der oberen und unteren Atemwege. Das breite Angebot an Heilverfahren des Korczak-Sanatoriums umfasst unter anderem auch eine kindgerechte Pferdetherapie. (www.krasnobrod-sanatorium.pl)

Pferde spielen für die gesamte Region eine wichtige Rolle. Die Gegend um den Roztocze-Nationalpark ist für ihre polnischen Koniks, eine halbwilde Pferderasse, bekannt. Im Nationalpark selbst wurde Anfang der 1980er Jahre ein großzügiges Freigehege angelegt, in dem sich die kräftigen Kleinpferde ungestört bewegen können. Rund 85 Prozent der Gesamtfläche des Schutzgebietes am Oberlauf des Wieprz machen Wälder aus. Zu den rund 400 Naturdenkmälern zählen auch die mit einer Höhe von über 50 Metern und einem Umfang von über fünf Metern größten Tannen Polens.

In Krasnobród gibt es ein Dominikanerkloster aus dem 17. Jahrhundert. Zu ihm gehört die barocke Kirche der Heiligen Maria, die von der späteren polnischen Königin Maria Sobieska gestiftet worden war. Im Erdgeschoss des Klosters befindet sich ein Museum der sakralen Kunst. (www.krasnobrod.pl)

Zamość ist ein attraktives Ausflugsziel in der Umgebung. Die Stadt war im Stil der Renaissance planmäßig erbaut worden. Das wertvolle architektonische Ensemble ist heute Welterbe der UNESCO. (www.zamosc.pl)

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