Schon zur 2. UNESCO-Weltkulturerbe-Konferenz wurde das polnische Salzbergwerk in Wieliczka auf diese Liste aufgenommen. Zusammen mit der nahegelegenen Bochnia ist es eines der ältesten Steinsalzbergwerke der Welt. Beide sind bis heute in Betrieb.
Seit Urzeiten wurde hier Salz durch Verdampfen von Salzquellenwasser gewonnen. Irgendwann versiegten die Quellen. Fortan wurde die Erkenntnis genutzt, die erst im 18. Jahrhundert der Bergbaurat des Sächsischen Elektorats, Ing. Johannes Borlach als „Borlach-Regel“ erfasst hat:
„Dort, wo es Salzquellen gibt, sind auch Salzflöze vorhanden, die das Wasser salzhaltig machen. Die Sole ist Wasser, das durch diese Flöze fließt, sich dort mit Salz anreichert und an die Oberfläche tritt“.
Die 1251 von der ungarischen Fürstin und Königin von Polen Kinga aus dem Geschlecht der Arpads nach Polen mitgebrachten ungarischen Bergleute gelangten zu den ersten Brocken des Steinsalzes.
Der Touristenpfad führt über drei Kilometer durch insgesamt 20 große Kammern, die in Tiefen von 64 bis 135 Meter eingerichtet wurden. Das Bergwerk von Wieliczka hat neun Ebenen, von denen die erste – die Bono-Ebene – in einer Tiefe von 64 Metern lieg. Die unterste befindet sich in einer Tiefe von 327 Metern. In das Bergwerk gelangt man von der Danilowicz-Straße in Wieliczka durch den Danilowicz-Schacht.
Der älteste heute lokalisierte Teil des Bergwerkes ist der Goryszowski-Schacht, der aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammt. Er ist pausenlos vom Mittelalter bis heute in Betrieb.


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