Der Nationalpark Białowieża ist ein wertvolles Schutzgebiet, an dem neben Polen auch Weißrussland und eine Reihe bedeutender Organisationen engagiert sind. Der Urwald von Białowieża ist ein UNESCO-Biosphären-Reservat, das seit 1979 auf der Liste des Weltnaturerbes steht. 1992 erweiterte die UNESCO diesen Status auf den benachbarten, in Weißrussland liegenden Teil des Waldes. So entstand eines der weltweit sieben und in Europa drei Objekte des Weltnaturerbes, das beiderseits der Staatsgrenze liegt. Die Größe des ganzen Urwaldes überschreitet 150 Tausend Hektar (davon in Polen – 62.000 ha). Die Kernzonen sind wesentlich kleiner.
Der Urwald von Białowieża ist ein ausgedehnter Waldkomplex, der von den einstigen Urwäldern von Białowieża, Łada, Swisłocz und Szerszewo übrig geblieben ist. Das Reservat liegt nahezu an der Wasserscheide der Flüsse Wisła und Niemen. Aus diesem Grund gibt es in diesem Waldkomplex keine Seen nur kleine Flüsse. Im Urwald selbst entspringt der Fluss Orłówek. Der wertvollste Parkbereich liegt in der Gabelung der Flüsse Hwoźna und Narewka. Die Puszcza Białowieska ist der besterhaltene natürliche Laub- und Mischwald des europäischen Tieflandes. Die größten Flächen nehmen mit Eichen und Hainbuchen bewachsene Mischwälder ein. Auf zeitweilig überfluteten Flächen sind Auwälder zu finden, während auf trockenen Flächen Fichten-, Kiefern- und Mischkulturen wachsen. Unter den zahlreichen Eigenschaften der natürlichen Umwelt, die dazu beitragen, dass hier Tausende von Pflanzen- und Tierarten ihr Zuhause finden, ist ein Faktor, den der Nichtfachmann im allgemeinen übersieht.


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