Holzbauten sind ein architektonischer Spiegel der Geschichte Kleinpolens. Zwischen dem Krakower-Czestochower Hügelland und der Tatra haben sich unschätzbar wertvolle Denkmäler des altpolnischen Dorfes und der Adelsrepublik erhalten. Hier verläuft der speziell ausgewiesene und mit 600 Bronze-Wegweisern auf 1500 km Länge gekennzeichnete Architekturpfad Kleinpolens neben 237 architektonischen Holzkomplexen aller Art: Speichern, Dorfhäusern, Gaststätten, Adelsgehöften sowie Sakralbauten. Gerade die Holzkirchen im Süden von Kleinpolen und in Podkarpacie stellen eine Gruppe historisch wertvoller und interessanter Holzbauten dar. Über Jahrhunderte von örtlichen Gemeinschaften – und in jüngster Zeit auch dem polnischen Staat – gepflegt, wurden sie bis in die Neuzeit in hervorragendem Zustand erhalten. Sie bilden nach den norwegischen Schindelkirchen – Stavkirke genannt – die zweitälteste Anhäufung europäischer Gotteshäuser aus Holz.
Die einzelnen Kirchelemente präsentieren nahezu alle Architekturstile von der Gotik über die Renaissance und Barock bis hin zum Jugendstil. Meist handelt es sich dabei um Blockhauskonstruktionen, von denen die ältesten aus dem 14. Jahrhundert stammen. Von außen dominiert der gotische Stil. Die wertvollsten Kirchen wurden am 3. Juli 2003 in die Liste des UNESCO-Kulturwelterbes aufgenommen.
Die Kirchen in Binarowa sind vor allem wegen der Malereien im Kircheninneren und ihrer Innenausstattung wertvoll. Die Kirche in Dębno Podhalańskie steht unmittelbar neben der Straße von Zakopane nach Kraków. Sie hat über Jahrhunderte ihr gotisches Aussehen bewahrt. In Haczów steht die weltgrößte in Blockhauskonstruktion erbaute Kirche. Das Gotteshaus in Lipnica Murowana – einem Ort, der wegen der herrlichen Osterbräuche bekannt ist – hat seinen ursprünglichen Innenausbau erhalten. Untypisch in ihrer Gestalt ist die Kirche in Sękowa; sie wurde erst kürzlich restauriert.




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