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    Die Protestanten machten die Not zur Tugend. Der Breslauer Architekt Albrecht von Saebisch entwarf eine der größten Holzkirchen überhaupt. Die als Fachwerkkonstruktion zwischen 1654 bis 1655 (Jauer) und 1656 bis 1658 (Schweidnitz) errichteten Kirchen haben eine Fläche von ca. 1.090 m² (in Schweidnitz) bzw. 1180 m² (in Jauer) und bieten Platz für etwa 7.500 Personen (Schweidnitz) bzw. ca. 5.500 Personen (Jauer). Darin können die Gläubigen auf mehreren Etagen sitzen. Der in seiner Form zu Beginn einfache Innenraum wurde über 10 Jahre nach der Erbauung im Barockstil von Christoph Kalicki und Christian Süßenbach (Schweidnitz) und Georg Flegel (Jauer) mit außergewöhnlich vielen Szenen aus dem Evangelium, Wappen der Schlesischen Familien und Pflanzenornamenten beeindruckend bemalt.
    Die meisten Ausstattungselemente der beiden Kirchen stammen aus den Werkstätten Schlesiens. Bedeutende Künstler, die für die Gemeinden tätig waren, sind Christoph Klose aus Brieg (Brzeg), Pankratius Werner aus Hirschberg sowie Matthäus Knote und Josef Hoferichter aus Liegnitz. Jahrzehnte lang arbeitete Gottfried August Hoffman, Erbauer der Kanzel und des Altars von Świdnica, im Dienst der Gemeinde.
    Beide Kirchen können sowohl im Alleingang als auch in Begleitung eines fachkundigen Fremdenführers besichtigt werden. Alternativ kann in den Gottenshäusern eine Tonbandaufnahme mit dem erklärenden Kommentar des Pfarrers angehört werden. Für den Eintritt ist ein kleiner Obulus zu entrichten.
    In der Schweidnitzer Kirche spielt die Orgel besonders gut. Seit dem Jahr 2000 wird dort jeden Sommer ein Bach-Festival (pol. „Międzynarodowy Festiwal Bachowski“) veranstaltet.

Innenraum einer Friedenskirche

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