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Tal der fünf Seen
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Namhafte Polen

Wenn von Polen die Rede ist, denkt man im Ausland meist an Papst Johannes Paul II., den genialen Astronom Nikolaus Kopernikus, den großen Komponisten Frédéric Chopin, die Nobelpreisträger Henryk Sienkiewicz, Władysław Reymont, Czesław Miłosz und Wisława Szymborska (für Literatur), Maria Skłodowska-Curie (für Chemie und Physik) und Lech Wałęsa (Friedensnobelpreis) sowie an die Regisseure und Oskar-Preisträger Andrzej Wajda und Roman Polański.
Unsere Nationalhelden sind Tadeusz Kościuszko, Kazimierz Pułaski und Józef Piłsudski.
Weitere namhafte Persönlichkeiten: die Politiker Tadeusz Mazowiecki und Zbigniew Brzeziński, die Regisseurin Agnieszka Holland und der Regisseur Krzysztof Kieślowski, die Schriftsteller Stanisław Lem, Ryszard Kapuściński, die Astronomen Jan Hewelius und Aleksander Wolszczan, der Maler Jan Matejko, die Bildhauerin Magdalena Abakanowicz, die Sportler/in – Adam Małysz, Robert Korzeniowski, Irena Szewińska, die Komponisten Krzysztof Penderecki, Henryk Mikołaj Górecki, Witold Lutosławski, der Globetrotter Marek Kamiński und der Himalaya-Bergsteiger Jerzy Kukuczka.

Geschichte
Heutzutage ist Polen für die meisten die Wiege der Solidarność-Bewegung, die das ganze kommunistische System zum Sturz brachte und die Gestalt Mitteleuropas änderte.
Unser Land verfügt jedoch über eine viel längere Geschichte, die weit über tausend Jahre zurück reicht. Die Wurzeln des polnischen Staates befinden sich auf dem Gebiet des heutigen Großpolens. Der erste historische Landesherrscher war Mieszko I., der sich und Polen im Jahre 966 taufen ließ und damit sein Reich der christlichen Gemeinschaft anschloss.
Im 12. Jahrhundert wurde Polen in Teilfürstentümer zerlegt, was das Land enorm schwächte. 1410 fand die Schlacht bei Tannenberg, eine der größten Auseinandersetzungen in Europa, statt, bei der das polnisch-litauische Heer den Deutschorden besiegte. 1569 gründeten Polen und Litauen eine Realunion, die auch als Lubliner Union bekannt ist. Das 17. Jahrhundert war die Zeit der Kriege mit Schweden, Russland und der Türkei. Gegen Ende jenes Jahrhunderts verzeichnete Polen seinen größten Triumph, und zwar besiegte es die Türken bei Wien und rettete dadurch das damalige Europa vor der Invasion des osmanischen Reichs.
Dann kam das Jahr 1772, das Polen die I. Teilung durch Russland, Österreich und Preußen brachte. Der letzte polnische König, Stanislaus II. August, unternahm den Versuch, die Adelsrepublik zu retten. Eine enorme Rolle dabei spielte der sog. Vierjährige Sejm (1788-1792), dessen größte Errungenschaft die Verabschiedung der Konstitution vom 3. Mai 1791 gewesen ist. Dabei handelte es sich (nach der Verfassung der Vereinigten Staaten von 1787) um das zweite Grundgesetz seiner Art auf der Welt. Aber auch das rettete Polen nicht vor der weiteren Zerstückelung, und ab 1795 verlor das Land für lange Jahre seine Unabhängigkeit. In der Zeit der Unterjochung entfachten zwei Nationalaufstände – der Novemberaufstand (1830) und der Januaraufstand (1863/64).
Nach 123 Jahren Unfreiheit errang Polen Ende des 1. Weltkrieges, im November 1918, seine Unabhängigkeit wieder. 1919-1921 wurde der polnisch-sowjetische Krieg ausgetragen, der Europa vor der Überflutung durch den Kommunismus bewahrte. 1939 hat Deutschland den Nichtangriffspakt mit Polen gebrochen, was zum 2. Weltkrieg führte. Während der deutschen Besatzung kam es in Polen zu zwei Aufständen – den Aufstand im Warschauer Getto (1943) und den Warschauer Aufstand (1944).
Ab Ende des 2. Weltkrieges befand sich Polen unter kommunistischer Herrschaft. 1980 entstand die Solidarność-Bewegung, und ein Jahr später verhängte das Regime in ganz Polen den Kriegszustand.
Die Rückkehr zur europäischen parlamentarischen Tradition erfolgte erst nach 1989, als die ersten vollkommen freien Parlamentswahlen durchgeführt, der Senat (zweite Kammer des polnischen Sejms) wieder ins Leben gerufen und von der Nationalversammlung eine neue Verfassung verabschiedet wurden. Seitdem ist Polen erneut ein demokratisches Land.

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