Städtische Verkehrsmittel
Die polnischen Großstädte verfügen über ein sehr gut ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz. Mit dem Bus oder der Straßenbahn gelangt man praktisch überall hin. In Warschau verkehrt zusätzlich noch die Metro. Gdynia, Lublin und Tychy besitzen ebenfalls Trolleybusse. In kleineren Ortschaften liegt der Nah- und Überlandbusverkehr in den Händen privater Anbieter.
Das öffentliche Verkehrssystem in Polen ist von Stadt zu Stadt anders und lässt sich deshalb nicht allgemein beschreiben. Trotz vieler Unterschiede gibt es dennoch einige Gemeinsamkeiten.
Die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist nur mit gültigem Fahrschein gestattet. Die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel ohne gültigen Fahrschein wird mit einer Geldbuße bestraft.
Fahrscheine (meist für Straßenbahn, Bus und Metro gleich) sind am Zeitungskiosk sowie in manchen Lebensmittelläden in allen Städten sowie beim Fahrer des Verkehrsmittels erhältlich.
Die Fahrpreise sind in den einzelnen Städten unterschiedlich, ebenso wie die Arten der Fahrscheine.
In vielen Städten gibt es zeitlich begrenze Fahrscheine wie u.a. Stunden-, 24 Stunden-, Drei-Tage-, Wochen- und Monatskarten.
Inhaber sog. Touristenkarten sind in den meisten Städten zur kostenlosen Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln berechtigt. Genaue Auskunft sollte man jedoch vor Ort bei der Touristeninformation einholen.
Für größere Gepäckstücke, Fahrräder und Tiere muss ein zusätzlicher Fahrschein gelöst werden. Inhaber von zeitlich begrenzten Fahrscheinen haben in manchen Städten den Gepäcktransport gratis.
Bei der Fahrscheinkontrolle ist der Passagier verpflichtet, dem Vertreter der Städtischen Verkehrsbetriebe seinen gültigen Fahrschein vorzuzeigen. Der Kontrolleur muss sich jedoch vorher entsprechend ausweisen.
Behinderte in öffentlichen Verkehrsmitteln
In den kleineren Ortschaften ist für behinderte Passagiere öffentlicher Verkehrsmittel noch unzureichend gesorgt. Aber dank den EU-Richtlinien wird sich das bald schon ändern. In den Großstädten werden alte Busse allmählich durch moderne, behindertengerechte ersetzt, die außer speziellen Auffahrten ebenfalls über entsprechende Plätze für Behinderte verfügen. Dasselbe betrifft die Straßenbahn. In der Warschauer Metro gelangen die behinderten Fahrgäste mit Aufzügen zu den Bahnsteigen. In den Metro-Waggons gibt es auch Plätze für Behinderte.
Stadtbesichtigung im Sitzen
In manchen polnischen Städten kann man die Sehenswürdigkeiten bequem im Melex sitzend genießen. Dabei handelt es sich um ein kleines, für mehrere Personen bestimmtes Elektrofahrzeug, ideal für alle, die bereits pflastermüde geworden sind, bzw. in kürzester Zeit so viel wie möglich sehen möchten.
Die meisten dieser Fahrzeuge sind ausgestattet mit einem automatischen Fremdenführer, so dass man entspannt zurückgelehnt mit den Kopfhörer am Ohr jede der Sehenswürdigkeiten erklärt bekommt. Dank der Zugänglichkeit in mehreren Sprachen ist diese Besichtigungsform bei den ausländischen Touristen ganz besonders beliebt.
Mit der Pferdedroschke oder Rikscha
Den Freunden nachmittäglichen Relaxings im Herzen der Altstadt empfiehlt sich eine gemächliche Tour mit einer historischen Droschke gezogen von einem oder zwei Pferden. Manche Städte halten für die Besucher des Stadtkerns oder beliebter Shoppingmeilen sogar Rikschas bereit.










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