Świdnica/Schweidnitz (65.000 Einwohner) besitzt den mit 103 Metern höchsten Kirchturm Niederschlesiens. Er gehört zur gotischen Pfarrkirche am Marktplatz, die im Inneren einen kostbaren Flügelaltar eines Veit-Stoss-Schülers aufweist.
Wichtigstes Baudenkmal ist allerdings die seit wenigen Jahren als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannte Friedenskirche. Sie entstand in Folge des Westfälischen Friedens. Damals gestattete der Habsburger Kaiser der protestantischen Minderheit den Bau von Kirchen unter strengen Auflagen. So durften sei nur mit Stroh, Lehm und Holz gebaut werden. Außen war man um Schlichhtheit bemüht, im Inneren glich man das durch eine prachtvolle Ausstattung aus. Die Kirche in Swidnica fasst auf 3 Etagen 7500 Besucher und ist damit der größte sakrale Fachwerkbau. Besonders sehenswert ist der barocke Hochaltar.
Die Altstadt von Swidnica erinnert an die in Wroclaw, ist allerdings etwas kleiner. Die barocken Bürgerhäuser rings um das alte Rathaus haben den Krieg weitgehend unbeschadet überstanden und wurden in den letzten Jahren saniert. Noch heute lässt sich erkennen, dass Swidnica im Mittelalter eine reiche Handelsstadt war, die mit Wroclaw um die Vorherrschaft in der Region wetteiferte. An die Geschichte der Schweidnitzer Kaufleute erinnert eine sehenswerte Ausstellung im Museum des Kaufmannstandes im Alten Rathaus am Rynek. Nachgebildet wurden dort beispielsweise eine alte Apotheke und ein früherer Kaufladen.
Adressen:
Touristeninformation, ul. Wewnetrzwa 2, Tel. 074-852 02 90, www.um.swidnica.pl
Museum des alten Kaufmannsstandes, Rynek 37, Tel. 074-852 12 91

Polnisches
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