Legnica/Liegnitz (110.000 Einwohner) ist die größte Stadt im Norden der Woiwodschaft. Sie wurde im Krieg sehr stark zerstört, doch im Zentrum haben sich einige historische Bauten erhalten. Die Pfarrkirche St. Peter und Paul am Marktplatz stammt aus dem 14./15. Jahrhundert und verfügt über zwei prächtige gotische Portale.
Das spätbarocke Rathaus stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Das Stadttheater, 1842 nach Plänen von Carl Ferdinand Langhans gebaut, wurde vor wenigen Jahren restauriert. Sehenswert im Inneren der Marktplatzbebauung sind auch die so genannten Heringsbuden. In den acht schmalen Häusern mit Laubengängen wurde früher mit Fisch gehandelt. Zwei der Bauten sind mit schönen Sgrafittos dekoriert.
Nördlich des Marktplatzes findet sich das Schloss der Piasten, das ursprünglich aus dem 13. Jahrhundert stammt, im 19. Jahrhundert aber von dem Baumeister Karl Friedrich Schinkel umgestaltet wurde.
Im ehemaligen barocken Stadtpalast der Äbte von Leubus befindet sich das Regionalmuseum, in dem unter anderen an die Geschichte des Kupferbergbaus erinnert wird. Dort finden auch Wechselausstellungen statt.
Legnica war einst die größte Garnisonsstadt der sowjetischen Streitkräfte. Diese hatten den größten Teil des Villenviertens Tarnow/Dornbusch für ihre Offiziere okkupiert und mit einer Mauer abgetrennt. Nach dem Abzug 1993 wurden viele der Villen saniert, das Viertel blüht seitdem wieder auf. Schönstes Gebäude in Tarnow ist die 1925 im eklektizistischen Stil errichtete Villa des Fabrikanten Teichert. Sie war später Gästehaus der Sowjets und wird heute als schmuckes Hotel Rezydencja genutzt.
Adressen:
Touristeninformation in Legnica: ul. Rynek 29, Tel. 0 76-8 51 22 80, www.legnica.um.gov.pl
Städtisches Museum, ul. Partyzantow 3, Tel. 076-862 02 89
Hotel Rezydencja, ul. Okrzej 14, Tel. 076-862 05 19, www.rezydencja-hotel.pl

Polnisches
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