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Wroclaw/Breslau zählt zu den dynamischsten Städten in Polen. Altes wird hier sorgsam gepflegt, das Neue phantasievoll gestaltet. Dass hier der europäische Geist besonders ausgeprägt ist, dürfte auf die wechselhafte 1000jährige Geschichte der niederschlesischen Metropole zurückzuführen sein. Beim legendären Oder-Hochwasser 1997 haben die Bürger mit einer enormen Anstrengung ihre Altstadt vor den Fluten geschützt. Ein Erlebnis, das nicht ohne Folgen blieb. Denn seitdem, so scheint es, stellt man sich noch entschlossener den Herausforderungen der Zukunft. Wroclaw blüht seitdem richtig auf. Die Stadt zählt etwa 640.000 Einwohner.
Sehenswürdigkeiten

Am Ende des 2. Weltkrieges war Wroclaw zu drei Vierteln zerstört. Heute erstrahlt das Stadtzentrum im neuem Glanz. Bedeutendstes Baudenkmal ist das gotische Rathaus am Rynek. Es wurde im 13. Jh. begonnen und bis zum 16. Jh. immer wieder um- und ausgebaut. Die Ostfassade schmücken zahlreiche Ornamente sowie eine astronomische Uhr aus dem Jahr 1580.
An der Südseite des Rathauses findet sich der Eingang zur Piwnica Swidnicka, dem Schweidnitzer Bierkeller. Seit dem 15. Jahrhundert fließt dort der Gerstensaft. Im Jahr 2003 wurde das Restaurant nach umfassender Sanierung wieder eröffnet. Das Städtische Museum im Rathaus organisiert große Kunstausstellungen. Schönster Saal ist der Remter im 1. Stock des Gebäudes.
Den alten Markt und den benachbarten Salzmarkt, Plac Solny, umgeben schöne Bürgerhäuser, die im gotischen und barocken Stil wieder aufgebaut wurden. Das prächtige Greifen-Haus beherbergt in seinem riesigen Kellergewölbe ein bekanntes Restaurant.
Vom Turm der gotischen Elisabeth-Kirche bietet sich ein phantastischer Blick auf die Altstadt. Sehenswert im Inneren sind die zahlreichen Epitaphen der begütertsten Breslauer Familien. Die Maria-Magdalena-Kirche am Markt stammt aus dem 14. Jahrhundert, das wertvolle romanische Portal ist noch 200 Jahre älter.
Die Dominsel, Ostrów Tumski, gilt als ältester Teil der Stadt. Spuren einer ehemaligen Fürstenburg stammen aus dem 9. und 10. Jahrhundert. Heute finden sich dort mehrere sehenswerte Sakralbauten. Der zweitürmige Johannesdom entstand zwischen dem 13. und 14. Jh., die St. Ägidienkirche und die Kirche St. Martin reichen bis ins 12. Jh. zurück. Seit im 19. Jahrhundert ein Nebenarm der Oder zugeschüttet wurde, ist die Bezeichnung Dominsel nur noch historisch. Bis heute ist das Viertel eine Oase der Stille. Jeden Abend dreht hier der Laternenanzünder noch seine Runde. Vor der Dominsel starten Ausflugsschiffe und kleine Gondeln zu Rundfahrten auf der Oder.
Die benachbarte Sandinsel, Wyspa Piaskowa, wird nach wie vor von der Oder umflossen. Die dortige Kirche St. Maria auf dem Sande entstand im 14. Jahrhundert und besitzt einige wertvolle gotische Altare.
Die belebte ul. Swidnicka/ Schweidnitzer Straße, größtenteils als Fußgängerzone gestaltet, ist die wichtigste Einkaufsstraße. Neben mehreren Kaufhäusern finden sich hier auch zahlreiche Restaurants und Cafés, ein Theater und das von Carl Gotthard Langhans im klassizistischen Stil entworfene Opernhaus.

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