Bialystok erlebte im frühen 19. Jahrhundert seinen Aufschwung mit der Entwicklung der Textilindustrie. Im 2. Weltkrieg stark zerstört, zählt die Stadt heute rund 280.000 Einwohner und ist Verwaltungssitz der Woiwodschaft Podlaskie.
In Bialystok wurde einst Ludwik Zamenhof geboren. Dass er die Weltsprache Esperanto erfand, war kein Zufall. Denn in Bialystok lebte schon seit langem ein buntes Völkergemisch zusammen. Es gab Weißrussen, Polen und Litauer, Roma und Tataren, es gab Katholiken, Altgläubige, Orthodoxe, Muslime und Juden. Die Juden haben die Zeit des Nationalsozialismus nicht überlebt, ihre große Synagoge in Bialystok wurde 1941 mitsamt rund 1000 Menschen verbrannt.
Wichtigstes Baudenkmal ist das barocke Branicki-Schloss im Stadtzentrum, das wegen der im Rokoko-Stil angelegten Gartenanlagen auch „polnisches Versailles" genannt wird. Das Bauwerk wird von der Medizinischen Akademie genutzt.
Das Rathaus am alten Marktplatz, Mitte des 18. Jahrhunderts errichtet, beherbergt heute das Museum für regionale Kultur. Gezeigt werden dort Arbeiten der Webkunst sowie wertvolle Fresken aus dem 16. Jahrhundert.
In Bialystok gibt es mehrere Theater und eine Philharmonie. Am Rande der Stadt befindet sich ein großes Flugsportzentrum, wo Ballonflüge und Rundflüge angeboten werden.
Adressen:
Touristeninformation: ul. Sienkiewicza 3, Tel. 085-653 79 50, www.city.bialystok.pl
Filharmonia Bialostocka, ul. Podlesna 2, Tel. 085-741 65 57
www.filharmonia.bialystok.pl
Muzeum Podlaskie , ul. Rynek Kosciuszki-Ratusz, Tel. 0 85-742 14 73
Flugsportzentrum in Bialystok, ul. Cioskowskiego 2, Tel. 085-742 65 27

Polnisches
Fremdenverkehrsamt
Kurfürstendamm 71,
10709 Berlin,
Tel. 030/21 00 92-0,
Fax. 030/21 00 92-14
info.de@polen.travel

Kommentar