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Die Woiwodschaft Opolskie ist der Zentrum der deutschsprachigen Minderheit in Polen und bietet eine Reihe von kulturgeschichtlich interessanten Orten. Verwaltungssitz und ein lohnendes Besuchsziel ist die Stadt Opole/Oppeln.
Brzeg/Brieg (40.000 Einwohner) liegt nordwestlich von Opole an der Oder. Die Stadt erlebte ihre Blüte in der Renaissance. Aus dieser Zeit stammt das kulturgeschichtlich wertvolle Schloss (Foto), das den Beinamen „schlesischer Wawel" trug und das heute eine umfangreiche Sammlung mittelalterlicher und barocker Kunst zeigt.

Aus der gleichen Epoche stammen das Rathaus und einige Bürgerhäuser am Marktplatz. Die im Krieg zerstörte gotische Pfarrkirche wurde Ende der 60er Jahre wieder aufgebaut. Die Altstadt wird von einem begrünten Wall umgeben.

Gora Swietey Anny/Annaberg, südöstlich von Opole, ist ein viel besuchter Wallfahrtsort. Ziel der Pilger ist die Annakirche, in deren Hauptaltar sich die Figur der Heiligen Anna befindet. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde ein Grotte nach dem berühmten Vorbild in Lourdes nachgebaut. Auf dem Berg kam es 1921 zu Kämpfen zwischen Deutschen und Polen.

Moszna/Moschen wirkt wie ein Märchenschloss. Die mächtige, von vielen Türmen gekrönte Anlage befindet sich südwestlich von Opole. Mit dem Bau wurde im 17. Jahrhundert begonnen. Ringsum befindet sich ein 100 Hektar großer Landschaftspark. Das Schloss wird heute als Sanatorium genutzt, direkt daneben gibt es ein Gestüt.

Nysa/Neisse (50.000 Einwohner) verfügt über mehrere interessante Sakralbauten. Die spätgotische Jakobskirche stammt aus dem 15. Jahrhundert und wurde nach dem Krieg wieder aufgebaut. Der Bischofspalast wurde im 17. Jahrhundert errichtet und wird heute als Regionalmuseum genutzt. Die St. Peter-und-Paul-Kirche wurde zwischen 1719 und 1727 errichtet und zählt zu den schönsten Barockkirchen Schlesiens. Auf dem alten Jerusalemer Friedhof findet sich das Grab des Dichters Joseph Freiherr von Eichendorff.



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