Die an Deutschland grenzende Woiwodschaft Lubuskie ist insbesondere wegen des weltberühmten Fürst-Pückler-Parks bekannt, der sich über die deutsch-polnische Grenze erstreckt. Zwei Drittel des insgesamt 545 Hektar großen Parks liegen in der Woiwodschaft Lubuskie. Auch wenn Hermann Fürst von Pückler-Muskau (1785-1871) den in Polen Mużakowski genannten Park nicht vollendet hatte – seine Nachfahren eiferten ihm nach – fruchteten die gemeinsamen deutsch-polnischen Bemühungen in der Aufnahme des Parks auf die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Tagestouristen können beide Teile des Parks nach Belieben grenzüberschreitend besuchen.
Die Flußauen der Region sind Paradiese für Naturfreunde. So zählten Ornithologen allein im erst 2001 gegründeten Nationalpark Warthe-Mündung 255 Vogelarten, darunter über 170 Brutvögel sowie 33 Säugerarten. Zu besonderen Raritäten zählen die extrem selten vorkommenden Brandenten, Seggenrohrsänger oder Nachtreiher. Auch Rohrdommeln und Zwergrohrdommeln sind ständige Bewohner des Nationalparks. Von der Parkverwaltung eingerichtete Beobachtungsposten werden ebenso gern besucht, wie speziell eingerichtete Wanderwege entlang interessanter Aussichtsposten. An Großsäugern sind hier unter anderem Biber heimisch. Unerwünschte Neuankömmling ist der aus dem Westen eingewanderte Waschbär.
Freunden interessanter historischer Bauwerke sind unter anderem die beiden größten Städte der Woiwodschaft Gorzów Wielkopolski (Landsberg an der Warthe) oder Zielona Góra (Grünberg) zu empfehlen. Während in Zielona Góra die St.-Hedwig-Kathedrale von 1292 der Besuchermagnet aus dem In- und Ausland ist, erfreut sich in Gorzów der St. Marien Dom touristischer Beliebtheit. Auch das Franziskaner-Kloster mit gotischen Elementen aus dem 15. Jahrhundert gehört zu den sehenswürdigen Objekten der Region.
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