Die Woiwodschaft Schlesien, auch Oberschlesien genannt, liegt im südlichen Teil Polens, grenzt im Süden an die Slowakei und Tschechien, im Westen an die Woiwodschaft Oppeln, im Osten an die Woiwodschaft Kleinpolen und im Norden an die Regionen Lodz und Heiligkreuz. Sie ist ein sehr dicht besiedeltes urbanes Ballungsgebiet mit ca. 5 Mio. Einwohnern.
Den Gast erwartet eine der interessantesten und touristisch attraktivsten Regionen Polens. Dabei sind hier nicht nur Industriedenkmäler zu besichtigen. Der meistbesuchte Ort ist das Paulinerkloster in der Stadt Czestochowa. Der „Jasna Góra“ genannte Berg wurde 1655 vier Mal erfolgreich gegen die schwedischen Truppen verteidigt. Die Ikone im Kloster wird heute von knapp 5 Mio. Menschen im Jahr besucht.
Mit diesem Berg beginnt auch eine Kette von Festungen an der historischen Grenze von Kleinpolen und Schlesien, welche die Adlerhorste genannt werden.Unter den vielen Residenzen hebt sich das prunkvolle Schloss der Herzöge zu Pless hervor. Im Ersten Weltkrieg war es das Kriegsquartier des deutschen Kaisers.
In Schlesien entwickelte sich seit Jahrhunderten der Bergbau und die Hüttenindustrie. Hier befinden sich einzigartige Technikdenkmäler. In einem ehemaligen Silberbergwerk wird eine Bootsfahrt im Haupterbstollen angeboten. Die Zechen „Königin Luise“ und „Guido“ wurden zu exzellent gestalteten Museen umfunktioniert.
Sehr modern sind die Expositionen zur Bierherstellung in den Traditionsbrauereien Tychy und Żywiec. „Mohn- und Kartoffelkließla“, „Striezel“, „Haeckerle“ und viele mehr sind typische und nach wie vor beliebte Gerichte der schlesischen Küche.
Ganz im Süden weicht dort, wo sich die grünen Bergzüge der Beskiden erstrecken, die Zivilisation der Natur.
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