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Opole (dt. Oppeln) ist die Hauptstadt der gleichnamigen Woiwodschaft im Südwesten Polens. Die Woiwodschaft besteht aus Teilen der historischen Regionen Nieder- und Oberschlesien. Landschaftlich ist die Region durch zwei große Naturräume geprägt: das Tal der Oder und die Bergzüge im Süden. Die Region Oppeln ist ein kultureller Schmelztiegel. Hier vereinen sich polnische, schlesische, deutsche und böhmische Kultur zu einem harmonischen Ganzen. Da viele Oberschlesier neben Deutsch den oberschlesischen Dialekt des Polnischen mächtig waren, führte die polnische Verwaltung nach 1945, anders als in Niederschlesien, keine flächendeckende Zwangsaussiedlung durch. So gehören hier etwa 106.000 Einwohner, also 10% der Bevölkerung, der deutschen Minderheit an. Ihr Vertreter hat einen Sitz im polnischen Parlament. Seit 2007 finden sich in vielen Ortschaften zweisprachige Ortstafeln, und es gibt viele Schulen mit Deutsch als Unterrichtssprache.
    In der Region Oppeln tut sich in kultureller Hinsicht besonders viel. Die beste Gelegenheit, polnische Schlager kennen zu lernen, ist das jedes Jahr stattfindende Festival in Oppeln. Andere zyklische Veranstaltungen sind die Konzerte zur Azaleenblüte im Schloss von Moszna, das Festival des Englischen Liedes, das Internationale Dichtertreffen auf dem Schloss der Schlesischen Piasten in Brzeg oder das Internationale Schlagzeug-Festival.
    Zu den architektonischen Sehenswürdigkeiten gehören hier gotische Burgen, barocke Paläste, stattliche Anwesen des 19. Jahrhunderts und die Holzarchitektur. Besonders bewundernswert ist die auf einem Rosengrundriss erbaute Holzkirche in Olesno. Einen längeren Besuch wert ist das Dorf Krasiejów. Hier wurden 225 Millionen Jahre alte Saurierskelette gefunden und eine neue Art namens „Silesaurus opolensis“ entdeckt. Im Jahre 2006 entstand dort ein hochmodernes Sauriermuseum.

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