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Die Woiwodschaft Podlasie liegt im Nordosten Polens und grenzt an Litauen und an Weißrussland. An einem Punkt berührt die Grenze der Region die russische „Oblast Kaliningrad“. Rund um den See Wiżajny erstreckt sich die einzige Gegend Polens, von der es westwärts nach Russland geht.
    Die Woiwodschaft gehört zu den touristisch attraktivsten Teilen Polens. Im Norden erstreckt sich die wunderschöne Litauische Seenplatte mit dem tiefsten See Polens, dem Hańcza (108 Meter). Dort entspringt auch einer der schönsten für Kanufahrten geeigneten polnischen Flüsse, der Czarna Hańcza. Südlich davon erstreckt sich auf weiten, sandigen Ebenen die Heide von Augustów. Dies ist eines der größten polnischen Waldgebiete. Noch südlicher als die Heide erstrecken sich in den Flusstälern des Biebrza und des Narew weite Sümpfe. Entlang beider Flüsse gibt es Nationalparks, die vor allem zur Zugzeit der Vögel gerne besucht werden. Im Quellgebiet des Flusses Narew gibt es bis heute einen naturbelassenen Teil der ehemals ganz Europa bedeckenden Wälder. Der Urwald von Białowieża und das Reservat der Wisente wurden zum UNESCO-Weltkulturerbe erhoben und werden grenzüberschreitend von Polen und Weißrussland geschützt. Ein Tipp: Die Region lässt sich mit dem Fahrrad besonders gut erschließen.
    Die Kultur dieser Region ist ebenso vielfältig wie die landschaftlichen Qualitäten. Es leben hier Polen, Litauer, Weißrussen, Ukrainer und polnische Tataren. Sie tragen alle dazu bei, dass Reisen hier nicht nur für einen Besucher aus dem Ausland, sondern auch für die Polen selbst spannend ist. Die Eigenarten zeigen sich sowohl in der Architektur der Dörfer und der Sakralbauten als auch in der Küche. „Kołduny“, „Kartacze“, „Kulebiak“ oder die „Kindziuk-Wurst“ - all diese berühmten Landesspeisen sind hier im Original zu verkosten.

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