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Niederschlesien liegt im Südwesten des Landes am Mittellauf der Oder und grenzt an Deutschland und die Tschechische Republik. Zahlreiche Baudenkmäler zeugen hier von der wechselvollen Geschichte unter polnischer, tschechischer, österreichischer und deutscher Herrschaft.
    Jede vierte Burg Polens steht in dieser Woiwodschaft. Besonders viele davon sind im sogenannten „Tal der Schlösser“ bei Jelenia Góra (Hirschberg) am Fuße des Riesengebirges zu sehen. Mächtige Adelsgeschlechter Europas, darunter der deutsche Kaiser, errichteten in Niederschlesien insgesamt 20 Schlösser. Von der UNESCO wurden einzelne Perlen der Architektur, wie die Friedenskirchen in Jawor (Jauer) und Świdnica (Schweidnitz) sowie die Jahrhunderthalle in Breslau zum Weltkulturerbe erklärt.
    Die hiesigen Heilwässer lockten schon immer Gäste aus der ganzen Welt nach Niederschlesien. Von den insgesamt 41 Kurorten Polens befinden sich allein in Niederschlesien elf. Hier schlug auch die Geburtsstunde des modernen Tourismus, als der Preußenkönig Friedrich Wilhelm II. Franz Pabel 1813 zum ersten Touristenführer Preußens erklärte. Die heutigen Touristenführer Niederschlesiens begleiten ihre Gäste nicht nur wie Pabel durch das Heuscheuergebirge (Góry Stołowe), sondern auch durch die über 1000 Jahre alte Hauptstadt der Region Wrocław (Breslau).
    Das auf dem 1241 entstandenen Marktplatz gelegene, im 14./15. Jahrhundert erbaute Rathaus der Stadt ist ein gotischer Prachtbau von europäischem Rang. Seine Ostfassade mit dem prächtig verzierten Mittelgiebel, der eine astronomische Uhr trägt, ist ein Wahrzeichen der Stadt. Einen Besuch wert ist auch das „Panorama Racławicka“, ein 114x15 Meter großes patriotisches Gemälde des Siegs der polnischen Armee über den Russen von 1794, ausgestellt in dem eigens dafür errichteten Rundbau im Zentrum der Stadt.

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