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Quer durch die Woiwodschaft schlängelt sich die Weichsel. Die beiden großen Städte an ihrem Ufer, Bydgoszcz/Bromberg und Torun/Thorn, teilen sich die Verwaltung der Woiwodschaft. Torun zählt zu den sehenswertesten Städten in Polen. In der Region gibt es einige bedeutende Kurorte.
Bory Tucholskie, die Tucheler Heide ist ein Nationalpark im Norden der Woiwodschaft.

Bydgoszcz/Bromberg zählt mehr als 380.000 Einwohner und ist damit eine der größten polnischen Städte. Sie ist ein wichtiges Wirtschaftszentrum, aber auch eine bedeutende Kulturstadt.

Biskupin, zwischen Bydgoszcz und Gniezno gelegen, ist eine wichtige archäologische Grabungsstätte (Foto). Hier wurde eine sorbische Wehrburg aus dem 4. Jahrhundert vor Christus rekonstruiert. Sie besteht aus 100 Holzhäusern, die von einem Wall umgeben sind. Die Anlage fand sich ursprünglich auf der ehemaligen Insel in einem nahegelegenen See. Im Archäologischen Museum werden Gebrauchsgegenstände aus der damaligen Zeit gezeigt. Im Sommerhalbjahr finden auf dem Gelände Vorführungen altertümlicher Handwerkstechniken statt, in der 3. Septemberwoche findet ein großes archäologisches Fest statt.

Chelmno/Kulm (22.000 Einwohner) gilt als eine der schönsten mittelalterlichen Städte Polens. Das Stadtrecht wurde ihr 1233 von den Ordensrittern verliehen, die Kulmer Stadtordnung wurde zum Vorbild für die Gründung von rund 200 weiteren Städten. Die alte Handelsstadt an der Weichsel blieb vom Krieg verschont. Das Zentrum ist fast vollständig von einer mehr als 2 km langen gotischen Stadtmauer umgeben. Mehrere Basteien und ein Stadttor blieben erhalten. Das prächtige Rathaus auf dem Marktplatz zählt zu den schönsten Renaissance-Bauten in Polen. Es beherbergt ein historisches Museum und einen Galerie. In der ehemaligen Pulverbastei ist die ärchäologische Abteilung des Kulmer Museums untergebracht. In Chelmno gibt es eine europäische Jugendbegegnungsstätte, die nach dem früheren SPD-Politiker Kurt Schumacher benannt ist. Dieser wurde in Kulm geboren.

Ciechocinek bei Torun ist ein alter Solekurort. Er ist der größte Kurort im polnischen Flachland. Die seit Ende des 19. Jahrhunderts bekannten Sole-, Jod- und Bromwasserquellen werden zur Heilung von Rheumatismus, bei Kreislauferkrankungen, zur Heilungen der Atemwege und der Bewegungsorgane genutzt. Die historischen Kuranlagen aus dem 19. Jh. sind teilweise noch erhalten. Besonderer Anziehungspunkt sind die historischen Gradierwerke im Kurpark.

In Golub-Dobrzyn, östlich von Torun, befindet sich ein Schloss der Deutschritter. Es wurde im 13. Jahrhundert errichtet, später im Stil der Renaissance umgebaut und beherbergt heute ein Museum und ein Hotel. Im Sommer finden dort häufig Ritterturniere statt.

Grudziadz/Graundenz zählt rund 100.000 Einwohner. Die ehemals von den Ordensrittern gegründete Stadt an der Weichsel wurde im Krieg stark zerstört, weist aber im Zentrum noch eine Reihe von interessanten Baudenkmälern auf. Dazu gehören die Speicher aus dem 17. und 18. Jahrhundert, die auch ein Teil des früheren Befestigungssystems der Stadt waren. Von der mittelalterlichen Stadtbefestigung blieb das gotische Wassertor erhalten. In dem dahinter liegenden Benediktinerinnenkloster aus dem 18. Jahrhundert befinden sich heute das Regionalmuseum und eine Galerie. Die Bauten rund um den alten Marktplatz wurden nach dem Krieg unter Wahrung der alten Strukturen wieder aufgebaut.

Inowroclaw/Hohensalza (75.000 Einwohner) war einst die Hauptstadt von Kujawien und besitzt seit dem Mittelalter ein bekanntes Solebad. Sehenswert ist die spätgotische Pfarrkirche am Marktplatz aus dem 15. Jh. Noch älter ist die spätromanische Kirche der Hl. Jungfrau Maria. Bis heute hat der Kurbetrieb eine wichtige Bedeutung. Im Kurpark befindet sich ein Gradierwerk.

Südöstlich davon liegt Kruszwica/Kruschwitz, ein beliebter Ferienort am Goplo-See. Hier soll der Bauer Piast zum König und damit zum Begründer der ersten polnischen Herrscherdynastie ernannt worden sein. Im Mäuseturm aus der Mitte des 14. Jahrhunderts soll der grausame Fürst Popiel von Mäusen aufgefressen worden sein. Historisch wertvoll ist die 1120-1140 erbaute romanische Kirche St. Marien.

In Strzelno/Strelno, südlich von Inowroclaw befindet sich eines der wenigen gut erhaltenen frühromanischen Bauwerke in Polen. Die dortige Prokopkirche wurde um 1160 erbaut. Sie besteht aus einer Rotunde, einem quadratischen Chor und einem Turm mit Empore. Gleich daneben befindet sich die nur 20 Jahre später begonnene Kirche zur Hl. Dreifaltigkeit. Sie wurde in späteren Jahrhunderten mehrfach verändert, im Inneren blieb allerdings ein Teil des romanischen Schmucks erhalten,

Die Altstadt von Torun/Thorn (200.000 Einwohner) ist seit 1997 als Weltkulturerbe in der UNESCO-Liste aufgenommen. Die 1233 von Kreuzrittern gegründete Stadt weist 335 Baudenkmäler auf.


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Adressen:

Archäologisches Museum in Biskupin, Biskupin 17, 88-410 Gasawa, Tel. 052-302 50 25, www.biskupin.pl

Touristeninformation in Chelmno, Rynek 28, Tel. 056-686 21 04, www.chelmno.pl

Museum des Kulmer Landes, Rynek 28, Tel. 056-686 16 41

Touristeninformation in Ciechocinek, ul. Zdrojowa 2b, Tel. 054-416 10 05, www.ciechocinek.pl

Kurverwaltung Przedsiebiorstwo Uzdrowisko Ciechocinek, ul. Kosciuszki 10, Tel. 054-283 62 65, www.puc.sky.pl

Kurverwaltung Uzdrowisko Inowroclaw, ul. Solankowa 77, Tel. 052-357 40 15, www.inozdroj.com.pl

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