Das Karpatenvorland ist die Heimat des bedeutenden polnischen Erfinders Ignacy Łukasiewicz. Noch heute sind die von ihm entwickelten typischen Petroleumlampen gelegentlich in Gebrauch. In deren Schein wurde im Krankenhaus in Lwów die erste Nachtoperation durchgeführt. Zusammen mit seinem Partner Zeh ließ er 1852 das nach eigenem Verfahren gereinigte und damit nutzbar gemachte Erdöl patentieren. Im grünen Bergzug Beskid Niski liefert noch heute der 50 Meter tiefe Schacht „Franek“ Erdöl. Das Werk gilt als das erste Erdölfördergebiet der Welt.
Das Karpatenvorland ist auch wegen der hier zahlreichen Mineralwasserquellen bekannt. In den Kurorten Iwonicz Zdrój, Rymanów Zdrój und Polańczyk werden sie zu Heilzwecken genutzt. Im Südosten der Region liegen die Bieszczady. Das dünn besiedelte, vorwiegend waldbewachsene, als polnischer „Wilder Westen“ genannte Kleingebirge (höchste Erhebung Tarnica mit 1346 m) ist ein Beispiel der von Menschenhand unberührten und sich selbst überlassenen Natur. Im hiesigen Nationalpark stehen besonders Bergwiesen unter Schutz. Sie beginnen ohne den sonst üblichen Übergang unmittelbar oberhalb der Buchenwaldgrenze.
Die Karpaten sind auch ein Land der orthodoxen Kirchen. Die weiten Bergzüge sind Heimat der Lemki und der Bojko genannten Volksgruppen. Ihre Mitglieder sind bis heute praktizierende Anhänger griechisch-orthodoxer und griechisch-katholischer Traditionen.













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