Neben der Hauptstadt Lublin sind das Weltkulturerbe Zamosc und die Künstlerstadt Kazimierz Dolny die Haupt-Anziehungspunkte in der Region zwischen der Weichsel und der Grenze zu Weißrussland. Bis zum 2. Weltkrieg gab es in dieser südöstlichen Region einen sehr großen jüdischen Bevölkerungsanteil, an die noch zahlreiche Spuren erinnern. Die gesamte Region im Südosten wird aufgrund ihrer landschaftlichen Schönheit, der Einflüsse italienischer Baumeister und der im Vergleich zu dem übrigen Polen etwas höheren Durchschnittstemperaturen gerne als „polnische Toskana" bezichnet.
Biala Podlaska (53.000 Einwohner), liegt nahe der Weissrussischen Stadt Brest. Das dortige Renaissance-Schlosses der Familie Radziwill wurde im 30jährigen Krieg teilweise zerstört. Einige Teile sind restauriert worden. Das Museum in der ul. Pocztowa 4 verfügt über eine der größten Ikonensammlungen in Polen.
Chelm (50.000 Einwohner) liegt unweit der ukrainischen Grenze. Sehenswert ist die von Paolo Fontana gebaute Pfarrkirche aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Sie ist im Inneren mit spätbarocken Polychromen von dem Lemberger Maler Jozef Mayer geschmückt. Verbunden ist die Kirche mit dem ehemaligen Piaristenkollegium, in dem sich heute das Bezirksmuseum befindet. Eine touristische Attraktion sind die etwa zwei Kilometer langen Gänge in den Kreidefelsen unter der Stadt.
Janow Podlaski liegt im nordöstlichen Zipfel dieses Gebietes, direkt an der Grenze zu Weissrussland. In dem malerischen Ferienort an der Czyzowka finden sich Reste des im Schwedenkrieg zerstörten Bischofsschlosses. Am Randes des Ortes befindet sich das Gut Wygoda, das 1817 gegründete älteste Gestüt Polens. Die dort gezüchteten Araberpferde sind in aller Welt begehrt. Auktionen finden seit 1970 jedes Jahr Mitte August statt. Verbunden sind sie mit einer öffentlichen Pferedeschau.




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