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Die Region Wielkopolska/Großpolen gilt als die Wiege Polens. Gniezno/Gnesen war die erste Hauptstadt Polens. Zahlreiche Zeugnisse erinnern an die Piastenkönige, die über vier Jahrhunderte das Land regierten. Rund um die Messestadt Poznan finden sich mehrere sehr sehenswerte Orte.
Gniezno/Gnesen (70.000 Einwohner) wurde im Jahr 1000 zum Erzbistum und 25 Jahre später zur ersten Hauptstadt Polens ernannt. Die Stadt ist reich an Parks und Seen. Über allem ragt auf dem Lechhügel die monumentale gotische Kathedrale aus dem 14.-15. Jh. In der Krypta können zahlreiche Fragmente von älteren Sakralbauten an dieser Stelle besichtigt werden. Eine Attraktion, nicht nur für Pilger, ist der silberne Reliquienschrein des Heiligen Wojciech sowie dessen Grabstätte, die mit einer gotischen Platte bedeckt ist.

Ostrów Lednicki ist eine der wichtigsten archäologischen Ausgrabungsstätten in Polen. Die Insel auf dem Lednica-See liegt zwischen Poznan und Gniezno. Freigelegte Teile der Burganlage stammen aus der Zeit des Piastenfürsten Mieszko I. um das Jahr 1000. Das Freilichtmuseum am südöstlichen Ufer zeigt die Ergebnisse der Ausgrabungen. Dort wurden mehr als 50 für die Region typische Häuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert aufgebaut.

Kalisz/Kalisch (120.000 Einwohner) ist nach Poznan die zweitgrößte Stadt der Region. Sie wurde erstmals im Jahre 142 n. Chr. erwähnt. Im Stadtkern wurden historische Gebäude aus dem 19. Jh. wieder aufgebaut. Bedeutendstes Gebäude ist das am Ufer der Prosna gelegene Franziskanerkloster, das im 13. Jh. gegründet wurde. Der Altar der St. Nikolai-Kirche ist mit einem Gemälde von Peter Paul Rubens geschmückt.

Vom Krieg weitgehend verschont blieb Pila/Schneidemühl. Das Bezirksmuseum in der ul. Browarna 7 zeigt bürgerliche Wohnungseinrichtungen vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart.

Unweit von Konin gibt es bei Slesin ein großes Wassersportgebiet. Ganz in der Nähe liegt Lichen, einer der größten polnischen Wallfahrtsorte. Hier entstand in den vergangenen Jahren eine neue Basilika, die zu den größten europäischen Sakralbauten nach dem 2. Weltkrieg zählt.



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