Die Sudeten im Süden der Woiwodschaft Niederschlesien sind eines der attraktivsten Gebiete für Erholung Suchende und sportlich Aktive in Polen. Über 350 Kilometer führt der Hauptsudetenweg von Swieradow Zdroj/Bad Flinsberg im Westen bis Paczkow/Patschkau im Osten über die wichtigsten Gipfel der Region. Wir stellen von West nach Ost die wichtigsten Gebirgszüge und Orte vor:
Ganz im Westen liegt das Isergebirge/Gory Izerskie, dessen höchster Gipfel gut 1100 Meter misst. Wichtigstes Erholungszentrum ist Swieradow Zdroj/Bad Flinsberg (5000 Einwohner), ein traditionsreicher Kurort. Schon seit 500 Jahren nutzt man dort die heilende Wirkung des radonhaltigen Mineralwassers und des Torfmoors. In der Nähe gibt es mehrere Skipisten, zum Teil mit Flutlicht. Sehenswert ist das Kurhaus aus dem Jahre 1899 mit seiner 80 Meter langen hölzernen Wandelhalle. Im Inneren findet sich eine bekannte Kunstgalerie.
Nordöstlich von Swieradow Zdroj, bei Lesna/Marklissa, liegt die mächtige Burg von Czocha/Tschocha aus dem 13. Jahrhundert. Sie diente schon häufig als Filmkulisse. Ein Teil des Schlosses wird als Hotel genutzt. Unterhalb gibt es einen Stausee mit Bademöglichkeiten.
Ein bedeutendes Feriengebiet ist das Riesengebirge, auf polnisch Karkonosze. Hier liegen die wichtigsten Erholungsorte Karpacz/Krummhübel und Szklarska Poreba/Schreiberhau, beide mit mehreren tausend Übernachtungsplätzen in Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen. Viele Unterkünfte wurden in den letzten Jahren modernisiert. Auch das 100.000 Einwohner zählende Jelenia Gora/Hirschberg mit seinen Stadtteilen Cieplice/Bad Warmbrunn und Jagniatkow/Agnetendorf ist ein sehr interessantes Reiseziel.
Die Gemeinden Piechowice/Petersdorf und Podgorzyn/Giersdorf bieten ebenfalls eine Reihe von Übernachtungsmöglichkeiten und sind gute Ausgangspunkte für Wanderungen ins Iser- und Riesengebirge. Stara Kamienica/Alt-Kemmnitz am Fuße des Isergebirges ist ein hübscher Ferienort mit einer Reihe von kleineren Pensionen und Ferienwohnungen.
Myslakowice/Erdmannsdorf am Fuße des Riesengebirges bietet einige touristische Attraktionen. In dem Ort siedelten 1837 protestantische Glaubensflüchtlinge aus dem Zillertal, die in ihrer neuen Heimat Häuser im Tiroler Stil bauten. Viele dieser Tirolerhäuser sind heute noch erhalten, eines beherbergt heute ein kleines Museum und ein Restaurant im traditionellen Stil. In der Gemeinde gibt es mehrere bedeutende Schlösser. Das Schloss in Myslakowice wurde von Friedrich Karl Schinkel im Auftrag von König Friedrich Wilhelm III. im neugotischen Stil umgebaut. Es steht in einem englischen Park. Die benachbarte Kirche entstand ebenfalls nach Entwürfen Schinkels.


Polnisches
Fremdenverkehrsamt
Kurfürstendamm 71,
10709 Berlin,
Tel. 030/21 00 92-0,
Fax. 030/21 00 92-14
info.de@polen.travel
