Polen gehört zu den wenigen Ländern Europas, die mit einer dermaßen abwechslungsreichen Landschaft aufwarten, sich weiter Gebiete nahezu unberührter Natur erfreuen und über eine vielartige Tier- und Pflanzenwelt verfügen. Die naturkundlich wertvollsten Landstriche werden in 23 Nationalparks von insgesamt 300 000 ha, (1% der Landesfläche) geschützt. Acht davon: der Nationalpark Babiogórski, Białowieski, Bieszczadzki, Kampinoski, Karkonoski, Poleski, Słowiński und Tatrzański sind von der UNESCO zum Weltbiosphärenreservat erklärt worden. Der Nationalpark Białowieski befindet sich zusätzlich noch in der Liste des Weltkultur- und Naturerbes.
Den Naturfreunden bieten die Nationalparks einzigartige, ausgedehnte Sumpflandschaften, riesige natürliche Waldgebiete sowie Wanderdünen an der Ostsee. Auch dem Wisent, dem größten Tier Europas, kann man hier Auge in Auge gegenüberstehen. Vogelbeobachter kommen in den Nationalparks ebenfalls auf ihre Kosten; in Polen sind nahezu 80 Prozent der europäischen Vogelarten beheimatet.
Zur Erkundung der Natur stehen in den Nationalparks markierte Wanderwege und Naturlehrpfade zur Verfügung. Mit interessanten Sammlungen warten die Naturkundemuseen auf. Dank professioneller Fremdenführer und spezialisierter Reisebüros stehen in den Parks viele Möglichkeiten von Naturtourismus zur Auswahl.
Wir laden Sie ein zu einer Entdeckungsreise durch die polnische Natur!
Polnische Tourismusorganisation
Babiogórski Nationalpark
Der Park umfasst das Massiv Babia Góra (1725 m ü.d.M.), den höchsten Abschnitt des Gebirgszuges Beskid Żywiecki. Auf Grund der herrlichen Wälder, die hier ihren primären Urwaldcharakter erhalten haben, wurde der Nationalpark von der UNESCO zum Weltbiosphärenreservat erklärt. Die untere Bergwaldstufe erstellen Buchenmischwälder, Tannen- und Fichtenbestände. In den höheren Lagen herrschen Fichte und Bergkiefer vor, und die Gipfelzone prägen alpine Pflanzen abgewechselt von kahlen Felsen und Geröllhalden. Der höchste Gipfel, der Diablak, trägt Hochgebirgszüge. In den Wäldern leben u.a. Braunbär, Hirsch, Wolf und Luchs; von den Vögeln ist besonders der in Polen seltene Auerhahn zu nennen.
Białowieski Nationalpark
Dieser Nationalpark gehört zu den ältesten Europas (Entstehungsjahr: 1932) und liegt im Herzen des Białowieska-Urwaldes, welcher weltweit bekannt ist durch seine natürlichen Waldgebiete und die Wisente. Von diesen größten Säugern Europas leben gegenwärtig über 300 Exemplare in freier Wildbahn. Der Park umfasst Mischwälder mit einem ungeheuren Reichtum an Pflanzengemeinschaften, die in ihrem natürlichen Zustand erhalten geblieben sind. Viele Baumarten erreichen Ausmaße, wie man sie kaum anderswo in Europa findet. Ganz besonders mannigfaltig ist die Parkfauna. Die üppige, artenreiche Pflanzenwelt bietet Säugetieren wie Wisent, Hirsch, Elch, Wolf, Luchs und Biber Lebensraum. Hier nisten 120 Vogelarten. Der wertvollste Parkabschnitt steht unter strengem Schutz. Dort ist die Besichtigung ausschließlich mit Führung erlaubt. Ein Erlebnis sondergleichen ist der Spaziergang auf der „Route der Königlichen Eichen“. Der Nationalpark Białowieski wurde als einziges Objekt Polens von der UNESCO sowohl zum Weltbiosphärenreservat wie auch zum Welterbe erklärt.