Ob in der Hauptstadt Warszawa, im Ostseebad Sopot oder im Wintersportzentrum Zakopane: Überall in den Großstädten und Ferienzentren bietet sich Besuchern ein abwechslungsreiches Nachtleben.
Sommerabende in der Strandbar oder auf dem Marktplatz
In den Sommermonaten spielt sich das Leben bis spät in die Nacht im Freien ab – auf den mittelalterlichen Marktplätzen von Poznań oder Wrocław genauso wie in Świdnica, Pszczyna oder Zamość. In Warszawa oder Kraków flaniert man gerne am Ufer der Weichsel entlang, in Wrocław zieht es junge Leute zum Feiern abends auf die Oderinseln. Wie in Deutschland trifft man sich im Sommer gerne an einer Strandbar – und wo kein Strand ist, helfen ein paar Lkw mit Sand weiter – zum Beispiel in Wojanów am Rande von Warschau.
Besonders an den Wochenenden geht die Party oft bis in den frühen Morgen weiter – ob in einer der schummrigen Studentenkneipen im Krakauer Viertel Kazimierz, in einer ehemaligen Fabrikhalle an der legendären Piotrkowska-Straße in Łódź oder in der Breslauer Niepolda-Passage.
Nachtleben in den Ferienzentren
Wer seine Sommerferien in einem der bekannten Badeorte an der Ostsee oder in den Ferienzentren in Masuren verbringt, findet dort neben Kneipen die lange geöffnet haben auch Freiluft-Discos. Häufig spielen zudem Bands in den dortigen Amphitheatern oder auf Sommerbühnen. Allerdings sollte man bedenken, dass sich diese Angebote auf die Zeit der großen polnischen Ferien in den Monaten Juli und August konzentrieren. Davor oder danach ist das Angebot eher bescheiden. Zu den Ausnahmen gehört das Ostseebad Sopot, wo es das ganze Jahr über ein attraktives Nachtleben gibt.
In den polnischen Wintersportzentren gibt es die Möglichkeit, sich auch nach dem Tag auf der Piste abends noch zu vergnügen. Allerdings ist das Après-ski-Angebot meist bescheidener als in vergleichbaren Alpen-Regionen. Die meisten Angebote finden Nachtschwärmer in Zakopane.
Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Die musikalischen und sonstigen Vorlieben junger Polen unterscheiden sich kaum von denen in anderen europäischen Ländern. Einige Unterschiede fallen ausländischen Besuchern aber schnell ins Auge:
• Verglichen mit Deutschland ist das Publikum in den Klubs eher jünger. Wer in deutschen Klubs mit 35 nicht weiter auffällt, kommt sich in Polen manchmal schon alt vor. Aber er oder sie sollte sich davon nicht abschrecken lassen.
• Nicht nur junge Frauen in Polen, auch viele junge Männer putzen sich in Polen gerne zum Ausgehen am Wochenende besonders heraus und haben ihren Spaß daran.
• Polen sind sehr tanzfreudig – und das nicht nur während der Karnevalszeit.
Angebote für alle
Ob man gerne Tango oder Salsa tanzt, sich lieber zu den größten Hits der 1970er oder 1980er Jahre bewegt oder Elektro- und Housemusik bevorzugt – in Polens großen Städten findet jeder das Passende für sich. International bekannte DJs sind häufig auch in Warschau oder Krakau zu Gast. Und ebenso international ist das Publikum: Studenten und Rucksackreisende aus Spanien, Italien oder Skandinavien mischen sich mit Besuchern aus Deutschland und jungen Polen.
Überblick über die Szene
Wie überall unterliegt auch das Nachtleben einem raschen Wandel. Was gestern noch hip war ist heute mega-out, neue Klubs entstehen und andere Stadtviertel entwickeln sich zu Zentren des Nachtlebens. Ein guter Führer durch die Szene sind die englischsprachigen Magazine aus der Reihe "in your pocket", die in Clubs und Hotels ausliegen, aber auch im Internet informieren. www.inyourpocket.com


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